Mittwoch, 12. Mai 2010

Osterferien 2010

Und wie so oft hats mal wieder ein wenig gedauert bis ich zum Schreiben komme, aber dafuer gibts dann auch gleich zwei spannende Posts :)

Ertsmal gehts um die Osterferien vor vier Wochen. Wie letztes Jahr auch habe ich mit Freunden ein Auto gemietet, allerdings gings dieses Jahr Richtung Norden :)

Von Wellington gings Richtung Taupo inkl. einer Querung des Tongariro National Parks. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir in den naechsten Tagen so vor hatten :)
Erster Stopp: Taupo.
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir dort angekommen und haben nach dem ersten Fotostopp Die Crew in diesem Jahr: Karin, ich, Crystal :)

und dem Beziehen unseres Hostelzimmers erstmal lecker zu Abend gegessen und uns informiert ueber unsere Plaene.
Auf dem Plan standen die Huka Falls, die heissen Quellen, Skydiven und das Tongariro Alpine Crossing (Einer der schoensten Ein-Tages-Wanderungen Neuseelands bzw der Welt)
Am naechsten Tag war dann das Tongariro Crossing gesperrt, da es dort geschneit hat, also haben wir uns Taupo ein bisschen naeher angeschaut, sind zu den Huka Falls gefahren und dort ein wenig durch den Wald gelaufen. Die Huka FallsEIn bisschen typisches Neuseeland :)


Eigentich war hier dann schonmal Skydiven geplant, wurde aber auf Grund der Wolkendecke in letzter Minute abgesagt (Hier zur Info: Ich bin auf den Skydivebildern nicht drauf, weil ich sie gemacht habe und nicht gesprungen bin ;) Jaja, Angsthase..Keine Sorge, das hab ich mehrfach gehoert, ist mir aber egal :) )

Am naechsten Tag war die Wettervorhersage traumhaft und so konnten wir das grosse Abenteuer Tongariro Alpine Crossing (18.5km) wagen...Ein bissl nervoes war ich ja schon. Klar wollte ich die Wanderung unbedingt machen, aber so richtig Bergwandern fuer nen kompletten Tag hatte ich halt vorher noch nie gemacht. Naja, einmal ist immer das erste Mal und das war dann fuer mich eben das Tongariro Crossing :)Der erste Blick auf den Mt Ngauruhoe war schonmal sehr vielversprechend
Und auch die Tongariro Gipfel konnten sich sehen lassen

Morgens um 6Uhr wurden wir von unserem freundlichen Busfahrer am Hostel abgeholt und zum Startpunkt im National Park gefahren. Auf dem Weg gabs schon einige sehr nuetzliche und hilfreiche Informationen.
Am Einstiegspunkt angekommen wurden dann die restlichen fehlenden Ausruestungsgegenstaende geliehen/gekauft (man war ich froh, dass ich mich FUER die Fleecehose und Handschuhe entschieden hatte) und auf gings!
Anfangs ist die Strecke noch recht gemuetlich und wir hatten wie gesagt super Wetter und ne Hammer Sicht auf den Mt. Ngauruhoe.
Bis man dann zum Devils Staircase (Teufelstreppe) kommt..Puuuh, das war schon ganz schoen anstrengend..aber da man waehrend der Verschnaufpausen wie gesagt ne Hammer Aussicht hat, auch alles halb so schlimm ;)Wenn man ganz genau hinschaut kann man hier im Hintergrund sogar den Mt Taranaki sehen, zu dems dann am naechsten Tag weiter ging
Oben angekommen standen wir also direkt neben einem Vulkan...Mt. Ngauruhoe, auch bekannt als Mt Doom oder Schicksalsberg fuer die Herr der Ringee Fans unter euch :) Der Mt. Ngauruhoe ist ein aktiver Vulkan, der 1975 zum letzten mal ausgebrochen ist. Wir hatten das grosse Glueck, dass es am Tag vor unsere Tour geschneit hat und daher sieht das ganze noch ein bisschen schoener aus :) Unser TIming hier war absolut spitze! ALs wir oben ankamen haben sich langsam einige Wolken ueber die Gipfel gelegt..Trotzdem haben wir es noch geschafft unsere Fotosession im strahlenden Sonnenschein zu beenden ;)
Die Querung der Krater war dann sichtmaessig ein wenig eingeschraenkt, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan...Ich wuerde sogar sagen es hat das ganze noch etwas spannender gestaltet. Der Nebel war so dicht, dass man weder vor noch hinter sich andere Wanderer gesehen oder gehoert hat...und dann durch einen Vulkankrater laufen....ja, richtig, Gaensehautfeeling :)

Ein wenig schade war, dass wir auf Grund der Wolken die Kraterseen kaum sehen konnten. Wir haben wirklich erst gemerkt, dass wir schon da sind, als wir direkt nebendran standen und was blaues durch den Nebel haben schimmern sehen..
(Ich persoenlich war im Nachhinein eigentlich ganz froh ueber die Wolken, da ich so nicht sehen konnte wie steil es rechts und links runter ging als wir durchs Lavafeld langsam den Abstieg angetreten haben ;) )Der Beweis, es lag Schnee auf 1880m entlang des Tracks!!Bei der Mittagspause wurde es dann auf 1880m doch ein wenig frisch in kurzer Hose und mit eisigem Wind..Gott sei Dank hatte ich mir vor dem Start noch schnell ne Fleece-Hose leihen koennen :)

Der Abstieg...oooh ja, so schoen es oben auch war, so gemein war der Abstieg...4Std durchgehend bergab..autsch, da haben selbst meine sonst schmerzfreien Knie ein wenig rebelliert..Entschaedigt wurden wir aber damit, dass sich die Wolken verzogen haben als wir ungefaehr auf halber Hoehe waren und wir daher wieder eine absolut geniale Aussicht auf den Lake Taupo hatten (es hat ungefaehr 5Minuten gedauert, bis wir ueberhaupt gemerkt haben, dass das gar nicht der blaue Himmel ist, sondern der See :) )
Die Knieschmerzen waren dann aber auch schnell wieder vergessen, als wir auf dem Parkplatz ankamen, in den Bus gestiegen sind und den weissen Lindt-Osterhasen gefuttert haben, den ich dabei hatte :)Abends war dann natuerlich nicht mehr viel los, da wir alle ziemlich platt waren. Der gane Track ist 18.5km lang und wir haben genau 7Std gebraucht. Der Einstieg in den Track liegt auf 1150m. Der Devils staircase klettert dann 200m zum South Crater auf 1660m (fuer diese 200m braucht man ne gute Stunde, da es teilweise ueber lose alte Lava geht..). Am hoechsten Punkt der Strecke befindet man dich dann am Red Crater auf 1886m und beginnt den Abstieg zum Ketetahi Parkplatz auf 750m...

Der naechste Tag stand dann ganz im Zeichen des Skydives..Das Wetter sah vielversprechend aus und so gigns also auf zum Flughafen. Waehrend die andern beiden sich dann todesmutig aus dem Flugzeug gestuerzt haben, habe ich unten am Boden mit Siliva (ja liebe Marburger, die Silvia :) [fuer alle anderen: Silvia ist eine ehemalige Komilitonin aus Marburg, die ich letztes Jahr schonmal hier in Wellington und dann spaeter nochmal in Sydney getroffen hatte]) gemuetlich nen Kaffee geschluerft :)

So weit also unsere Abenteuer in Taupo. Naechste Stopp: Waitomo. Klingt klein? Is es auch :D Aber sie haben in Waitomo Hoehlen voll mit Gluehwuermchen! Sind nicht die Gluehwuermchen, die wir aus dem Sommer bei uns kennen, sondern Insekten, die ihr Leben in Hoehlen verbringen und deren Verdauungstrakt leuchtet um Beute anzulocken. Leider konnte ich vom beeindruckensten Teil keine Fotos machen, aber es war super. Man wird in ein Boot gesetzt und faehrt ueber einen kleinen FLuss in der Hoehle und die Decke ist VOLL mit abertausenden Gluehwuermchen! Es ist keine Uebertreibung, es sieht wirklich aus wie der Sternenhimmel!! (LEider war das auch wirklich das spannenste an der Glowworm-Tour..Bissl enttaeuschend, aber wir haben uns noch ne zweite Hoehle angeschaut mit weniger Glowworms, dafuer mehr Tropfsteinen und Felsformationen) Das schoene an unserer zweiten Hoehlentour war, dass die geplante Gruppe nicht aufgetaucht ist und wir daher statt mit 21, mit 7Leuten quasi ne kleine Privatfuehrung bekommen haben :)Auf dem Weg zum Eingang der Trofsteinhoehle

Dritter und letzter Stopp unserer einwoechigen Tour war dann New Plymouth im Westen der Nordinsel. Besonders beeindruckend ist hier der Mt. Taranaki, wieder ein Vulkan, der sich aus einer ansonsten voellig ebenen Landschaft erhebt..WOW!Auf Grund von leichten Ausruestungsschwierigkeiten haben wir hier auf die Umrundung des Bergs und die Wanderung zum Gipfel verzichtet und sind stattdessen so weit wie moeglich mit dem Auto hochgefahren und sind ansonsten ein paar kleinere, auch sehr schoene, Wanderwege gelaufen.
Und wie wir vom Tongariro Crossing aus den Mt Taranaki gesehen haben, so haben wir vom Mt Taranaki aus auch Mt Ngauruhoe (links) und Mt Ruhapehu (rechts) gesehen

Tja und dann war die Woche auch schon wieder rum und wir haben uns auf den Heimweg nach Wellington begeben..
Es war wieder einmal eine unglaublich coole Tour, die uns alles dreien super viel Spass gemacht hat und mir wieder einmal gezeigt hat wie sehr ich mich in Neuseeland verliebt habe :)Zur kleinen Uebersicht eine Karte unserer Route. Von Wellington (E) gings Richtung Norden nach Taupo (B). Von hier aus Richtung Westen nach Waitomo (C) und dann weiter Richtung Sueden an die Kueste in New Plymouth (D) :)


Kia ora!
Eure Jule

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