So dele...last but not least..dies wird der letzte Eintrag in meinem Neuseeland-Blog werden. Leider habe ich es zeitlich nicht mehr ganz geschafft den letzten Eintrag noch in Neuseeland zu verfassen..Das heisst ich bin mittlerweile nach 30 Stdunden Flug inkl einem Sprint durch den Flughafen in LA dank 2,5 Stunden verspaeteter Landung, wieder zu Hause angekommen..
1,5 Jahre war ich in Uebersee..Die Zeit verging wesentlich schneller als der 30stuendige Heimflug..So ganz fassen kann ichs auch noch nicht, dass ich tatsaechlich wieder im Rheingau bin..aber es fuehlt sich gut an :)
Meine letzten Abenteuer in Neuseeland, wie meine Reise durch den hohen Norden, zum hoechsten Berg und die letzten zwei Wochen in Christchurch habe ich hier nicht mehr online gestellt..wenn ihr Interesse an den Geschichten und Bildern habt...Kommt vorbei ;)
Tja, was soll ich sagen?! Wie ihr denke ich wisst hatte ich eine unglaublich geniale Zeit in Down Under in Australien und Neuseeland. Ich habe in Neuseeland ein zweites zu Hause und in Christchurch eine zweite Familie gefunden. Es war genauso hart mich vor zwei Tagen von Michelle und ihrer Familie zu verabschieden, wie es vor 1,5 Jahren war mich von meiner Familie und Freunden hier zu verabschieden...Aber genau aus dem Grund, dass ich Neuseeland so in mein Herz geschlossen habe weiss ich auch, dass ich frueher oder spaeter, mit welchem Ziel auch immer, wieder zurueck kehren werde! Vlt fuer Ferien, vlt schaffe ich es fuer eine zeitlang einen Job dort zu bekommen..wer weiss!
Ansonsten kann ich mich nur immer und immer wieder bei meiner Familie und ganz besonders meinen Eltern fuer die unglaubliche Unterstuetzung bedanken! Ohne euch waere mein grosser Traum nicht in Erfuellung gegangen!! DANKE!
Jetzt bin ich wieder in der Heimat! Es fuehlt sich unglaublich gut an wieder daheim zu sein und Familie und Freunde wiederzusehen! Was jetzt kommt?! Ganz ehrlich, keine Ahnung! :D Ich bin auf der Jobsuche, also wenn ihr was hoert..sagt bescheid ;)
Ansonsten Danke fuers lesen meines Blogs, ich hoffe meine Abenteuer haben euch genauso viel Spass gemacht wie mir :)
Kia ora!
Eure Jule
Samstag, 24. Juli 2010
Freitag, 21. Mai 2010
Would the Master of Conservation Biology please come forward...GRADUATION!!
Ich nehme an, zu vielen von euch hat es sich schon rumgesprochen und ausserdem koennt ihr es meinem Profilfoto entnehmen...es war soweit: Ich durfte die Robe tragen und hochoffiziell mein Zeugnis in Empfang nehmen.
Aber immer schoen der Reihe nach:
Nachdem ich ja bereits Ende Maerz die letzte Abgabe hatte konnte ich mich fuer die sogenannte "Advanced grauation" bewerben. Normalerweise muss man nach seinem Abschluss ein Semester warten bevor man an der Zeremonie teilnehmen darf. Als Master und internationaler Student hat man allerdings die Chance sich darum zu bewerben, dass man direkt nach dem Semester das ganze mitmachen darf. Und genau das habe ich getan. Meine Dozentin hat dafuer gesorgt, dass meine Noten rechtzeitig vorlagen und so gings dann am Montag mit den Vorbereitungen los.
Vorbereitungen heisst hierbei: Academic Dress abholen. Jeder, der hier an der offiziellen Zeremonie teilnehmen moechte muss zu genau dieser eine Robe, einen Hut (sieht ein bissl aus wie ein Doktorhut bei uns) und die, dem Abschluss entsprechende Kaputze oder Stola tragen.
Am Dienstag war dann der grosse Tag!
Morgens gings erstmal zum Fotografen..wenn schon denn schon ;)
Und um 17.30Uhr wars dann Zeit zum Aufstellen..Ja, richtig, aufstellen. Ich hatte Number 175 von insg 431 Graduants..Ja, da war ein gutes Stueck Logistik gefragt. Ich glaube wir wurden dreimal gecheckt, dass wir auch wirklich in der richtigen Reihenfolge standen ;)
Der Saal mit den Zuschauern, die auf die Professoren und Offiziellen der Uni, und natuerlich die Absolventen warten :) Daher all die leeren Stuehle ;)
Die Professoren, der Praesident und alle Wichtigen der Uni sind da...es kann losgehen :)
Und jetzt sind auch die Absolventen alle da.. :)
Um 18Uhr ging dann die Zeremonie offiziell mit der Maori Willkommens Zeremonie gestartet. Waehrend diesem so genannten "Powhiri" durften wir dann einmaschieren..Das allein schon war ein super Gefuehl. Bei diesem Einmarsch durften wir unseren Hut noch nicht tragen, da wir noch offiziell Anwaerter auf unsere Abschluesse waren.
Der erste ziemliche Gaensehautmoment war dann nach der ersten Rede des Unipraesidenten. Wir wurden alle gebeten uns zu erheben und wurden dann vom Praesidenten offiziell zu Graduierten der Uni erklaert und das war der Moment in dem wir, unter Applaus und Jubel der Zuschauer, unsere Huete aufsetzen durften...erstmals: WOW!
Danach gings dann also los mit der Vergabe der Zeugnisse. Zuerst wurden die Doktortitel vergeben, deren Forschung dabei auch kurz vorgestellt wurden. Als naechstes war die FAculty of Architecture & Design dran...und dann gings weiter mit uns, der Faculty of Science :)
Der Dekan der Fakultaet hat jeden einzelnen Graduierten mit Namen und Abschluss dem Unipraesidenten vorgestellt. Der REihe nach haben wir uns also alle ganz brav angestellt und aufgeregt darauf gewartet, dass unser Name genannt wurde...
Und dann wars soweit: "Would the Master of Conservation Biology please come forward.....Julia Hoffmann" woooohoooo
Ich weiss eigentlich nicht wirklich, wie ich das Gefuehl in dem Moment beschreiben soll. Ich war die einzige mit diesem Abschluss in dieser Mai graduation und ausserdem die zweite der Faculty of Science :)
Es war der absolute Hammer! Meine zwei Hauptdozenten sassen mit allen anderen Profs und offiziellen der Uni (ebenfalls alle im academic Dress) auf der Buehne. Als ich dann an der Reihe war habe ich als erstes zu ihnen hochgeschaut und gesehen, wie sie fuer mich applaudiert habn und aufgestanden sind...
Wie gesagt, ich kann so viel schreiben wie ich will, das Gefuehl kommt fuerchte ich trotzdem nicht ganz rueber..aber es ist einfach ne unglaubliche Ehre diese Robe tragen zu duerfen und ueber diese Buehne laufen zu duerfen!
Das ist es..DAS Zeugnis :) Master of Conservation Biology :) :) :)
Ich habe meinen Aufenthalt hier 1,5Jahre lange geplant...dann 1,5Jahre lang dafuer studiert und dann ist der Moment da!! EInfach nur absolut WOW und Gaensehaut pur!

Und danach habe ich dann im Foyer nochmal meine Professoren getroffen, die mir mit einer herzlichen Umarmung zum bestandenen Master gratuliert haben und meinten es sei eine Ehre fuer sie gewesen fuer mich aufstehen und applaudieren zu duerfen! Na das hoert man doch gerne ;)
Nach dem obligatorischen Glas Sekt auf Kosten der Uni gings dann weiter in die Mac's Brewery um den Erfolg mit dem ein oder anderen Jug Beer und meinen Freunden gebuehrend zu feiern! ;)

Am naechsten Tag war dann eigentlich Parade durch die Stadt angesagt (dabei laufen alle Absolventen aus der Zeremonie vom Abend vorher die Hauptstrasse entlang, begleitet von Dudelsackblaesern und einer Kapelle :) und wieder den offiziellen Vertretern der Uni)..Dummerweise hat uns das Wellington-Wetter aber im Stich gelassen und auf Grund
von Dauerregen wurde sie im letzten Moment abgesagt..aber da ich die Robe schonmal anhatte haben wir eben noch ein bisschen Fotoshooting rund ums Parlament gespielt :)
Das tolle hierbei ist, dass einem wildfremde Menschen zum bestandenen Studium gratulieren und viele auch wissen wollen fuer welchen Abschluss denn die Farben stehen, die man da traegt.



Ich finde es grossartig was die Graduation hier fuer 'ne grosse Sache ist. Man fuehlt sich wirklich geehrt dabei sein zu duerfen und Absolvent eben dieser Universitaet zu sein. Ausserdem hat man wirklich das Gefuehl, dass nicht nur die Familie, sondern auch die Dozenten und irgendwie die ganze Stadt ein bisschen stolz ist auf "ihre" Absolventen!
So, und an dieser Stelle wirds dann nochmal kurz ein wenig persoenlich!
Liebe Mama, lieber Papa, ich weiss wie gerne ihr (und auch Andre und Heiko) hier gewesen waerd um mir persoenlich aus dem Publikum zuzujubeln..Leider hab ich mir einen Studienort ausgesucht, der eben nicht so ganz um die Ecke liegt, sodass das nicht moeglich war. Doch wie schon erzaehlt hat euch meine kleine internationale MCon Familie mehr als wuerdig vertreten :)
Und immer wenn ich andere Familien fuer ihre Absolventen habe Jubeln hoeren habe ich an euch gedacht, da ich euch sooo dankbar dafuer bin, dass ihr mir ermoeglicht habt meinen Traum zu verwirklichen und zu leben und ich habe jeden einzelnen Tag dieses Traums in vollen Zuegen genossen (und tue das auch weiter ;) )!!
Euch habe ich es zu verdanken, dass ich ueber diese Buehne laufen und mein Zeugnis in Empfang nehmen durfte!!! DANKE!!
Ich hoffe ich konnte wenigstens ein klein wenig rueberbringen wieso es so eine grosse Sache fuer mich war und was fuer ein unglaublich geniales Gefuehl es war an dieser Zeremonie teilnehmen zu duerfen!
Kia ora!
Eure Jule :) :)
Aber immer schoen der Reihe nach:
Nachdem ich ja bereits Ende Maerz die letzte Abgabe hatte konnte ich mich fuer die sogenannte "Advanced grauation" bewerben. Normalerweise muss man nach seinem Abschluss ein Semester warten bevor man an der Zeremonie teilnehmen darf. Als Master und internationaler Student hat man allerdings die Chance sich darum zu bewerben, dass man direkt nach dem Semester das ganze mitmachen darf. Und genau das habe ich getan. Meine Dozentin hat dafuer gesorgt, dass meine Noten rechtzeitig vorlagen und so gings dann am Montag mit den Vorbereitungen los.
Vorbereitungen heisst hierbei: Academic Dress abholen. Jeder, der hier an der offiziellen Zeremonie teilnehmen moechte muss zu genau dieser eine Robe, einen Hut (sieht ein bissl aus wie ein Doktorhut bei uns) und die, dem Abschluss entsprechende Kaputze oder Stola tragen.
Am Dienstag war dann der grosse Tag!
Morgens gings erstmal zum Fotografen..wenn schon denn schon ;)
Und um 17.30Uhr wars dann Zeit zum Aufstellen..Ja, richtig, aufstellen. Ich hatte Number 175 von insg 431 Graduants..Ja, da war ein gutes Stueck Logistik gefragt. Ich glaube wir wurden dreimal gecheckt, dass wir auch wirklich in der richtigen Reihenfolge standen ;)
Um 18Uhr ging dann die Zeremonie offiziell mit der Maori Willkommens Zeremonie gestartet. Waehrend diesem so genannten "Powhiri" durften wir dann einmaschieren..Das allein schon war ein super Gefuehl. Bei diesem Einmarsch durften wir unseren Hut noch nicht tragen, da wir noch offiziell Anwaerter auf unsere Abschluesse waren.
Der erste ziemliche Gaensehautmoment war dann nach der ersten Rede des Unipraesidenten. Wir wurden alle gebeten uns zu erheben und wurden dann vom Praesidenten offiziell zu Graduierten der Uni erklaert und das war der Moment in dem wir, unter Applaus und Jubel der Zuschauer, unsere Huete aufsetzen durften...erstmals: WOW!
Danach gings dann also los mit der Vergabe der Zeugnisse. Zuerst wurden die Doktortitel vergeben, deren Forschung dabei auch kurz vorgestellt wurden. Als naechstes war die FAculty of Architecture & Design dran...und dann gings weiter mit uns, der Faculty of Science :)
Der Dekan der Fakultaet hat jeden einzelnen Graduierten mit Namen und Abschluss dem Unipraesidenten vorgestellt. Der REihe nach haben wir uns also alle ganz brav angestellt und aufgeregt darauf gewartet, dass unser Name genannt wurde...
Und dann wars soweit: "Would the Master of Conservation Biology please come forward.....Julia Hoffmann" woooohoooo
Ich weiss eigentlich nicht wirklich, wie ich das Gefuehl in dem Moment beschreiben soll. Ich war die einzige mit diesem Abschluss in dieser Mai graduation und ausserdem die zweite der Faculty of Science :)
Es war der absolute Hammer! Meine zwei Hauptdozenten sassen mit allen anderen Profs und offiziellen der Uni (ebenfalls alle im academic Dress) auf der Buehne. Als ich dann an der Reihe war habe ich als erstes zu ihnen hochgeschaut und gesehen, wie sie fuer mich applaudiert habn und aufgestanden sind...
Wie gesagt, ich kann so viel schreiben wie ich will, das Gefuehl kommt fuerchte ich trotzdem nicht ganz rueber..aber es ist einfach ne unglaubliche Ehre diese Robe tragen zu duerfen und ueber diese Buehne laufen zu duerfen!
Ich habe meinen Aufenthalt hier 1,5Jahre lange geplant...dann 1,5Jahre lang dafuer studiert und dann ist der Moment da!! EInfach nur absolut WOW und Gaensehaut pur!
Und danach habe ich dann im Foyer nochmal meine Professoren getroffen, die mir mit einer herzlichen Umarmung zum bestandenen Master gratuliert haben und meinten es sei eine Ehre fuer sie gewesen fuer mich aufstehen und applaudieren zu duerfen! Na das hoert man doch gerne ;)
Nach dem obligatorischen Glas Sekt auf Kosten der Uni gings dann weiter in die Mac's Brewery um den Erfolg mit dem ein oder anderen Jug Beer und meinen Freunden gebuehrend zu feiern! ;)
Am naechsten Tag war dann eigentlich Parade durch die Stadt angesagt (dabei laufen alle Absolventen aus der Zeremonie vom Abend vorher die Hauptstrasse entlang, begleitet von Dudelsackblaesern und einer Kapelle :) und wieder den offiziellen Vertretern der Uni)..Dummerweise hat uns das Wellington-Wetter aber im Stich gelassen und auf Grund
von Dauerregen wurde sie im letzten Moment abgesagt..aber da ich die Robe schonmal anhatte haben wir eben noch ein bisschen Fotoshooting rund ums Parlament gespielt :)
Das tolle hierbei ist, dass einem wildfremde Menschen zum bestandenen Studium gratulieren und viele auch wissen wollen fuer welchen Abschluss denn die Farben stehen, die man da traegt.
Ich finde es grossartig was die Graduation hier fuer 'ne grosse Sache ist. Man fuehlt sich wirklich geehrt dabei sein zu duerfen und Absolvent eben dieser Universitaet zu sein. Ausserdem hat man wirklich das Gefuehl, dass nicht nur die Familie, sondern auch die Dozenten und irgendwie die ganze Stadt ein bisschen stolz ist auf "ihre" Absolventen!
So, und an dieser Stelle wirds dann nochmal kurz ein wenig persoenlich!
Liebe Mama, lieber Papa, ich weiss wie gerne ihr (und auch Andre und Heiko) hier gewesen waerd um mir persoenlich aus dem Publikum zuzujubeln..Leider hab ich mir einen Studienort ausgesucht, der eben nicht so ganz um die Ecke liegt, sodass das nicht moeglich war. Doch wie schon erzaehlt hat euch meine kleine internationale MCon Familie mehr als wuerdig vertreten :)
Und immer wenn ich andere Familien fuer ihre Absolventen habe Jubeln hoeren habe ich an euch gedacht, da ich euch sooo dankbar dafuer bin, dass ihr mir ermoeglicht habt meinen Traum zu verwirklichen und zu leben und ich habe jeden einzelnen Tag dieses Traums in vollen Zuegen genossen (und tue das auch weiter ;) )!!
Euch habe ich es zu verdanken, dass ich ueber diese Buehne laufen und mein Zeugnis in Empfang nehmen durfte!!! DANKE!!
Ich hoffe ich konnte wenigstens ein klein wenig rueberbringen wieso es so eine grosse Sache fuer mich war und was fuer ein unglaublich geniales Gefuehl es war an dieser Zeremonie teilnehmen zu duerfen!
Kia ora!
Eure Jule :) :)
Sonntag, 16. Mai 2010
Kiwis fangen im Karori Sanctuary - A real New Zealand adventure!!
Letzten Dienstag kam ich in den Genuss definitiv eines meiner Highlights waehrend meiner Zeit hier in Aotearoa..
Wie einige von euch schon wissen helfe ich ehrenamtlich im Karori Sanctuary als Besucherbetreuer.
Das Sanctuary ist ein Naturschutzgebiet rund 2km vom Stadtzentrum entfernt. Dieses Gebiet ist mit einem sogenannten "predator exclusion fence" versehen. Das heisst, es ist umrundet mit einem Zaun, der so konsturiert wurde, dass keine boesen Tierchen wie Katzen, Possums, Ratten, Wiesel oder Mader hinein kommen. Das ganze wurde vor 10Jahren gegruendet. Zu dieser Zeit wurde der Zaun gebaut und dann mit Fallen und Gift die so genannten "invasive predators" (eingeschleppte Raeuber) aus dem Gebiet entfernt. Genau diese eingeschleppten Boesewichte sind der Grund warum es vielen der Voegel und den Tuataras hier in NZ populationsmaessig so schlecht geht. Viele der endemischen Voegel sind flugunfaehig und brueten ausserdem am Boden. Daher sind sie den Raeubern, die vor allem von den Europaeern eingeschleppt wurden schutzlos ausgesetzt und ihre Populationen teilweise so gut wie ausgeloescht worden..
In den eingezaeunten Schutzgebieten, von denen es mehere in NZ gibt (und auf den Inseln rund um NZ) war es dann moeglich die Populationen wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen indem man sie dorthin umgesiedelt hat, wo sie keiner Gefahr mehr ausgesetzt sind.
Und genau das ist auch in Karori der Fall.
Vor 10Jahren wurden dann ein paar Little Spotted Kiwis ins Schutzgebiet freigelassen. Dort leben diese Tierchen unbehelligt seit dem. Die grosse Frage zur Zeit ist nun, wieviele gibts denn mittlerweile? Das heisst also: Kiwi zaehlen ist angesagt! Und ich hatte das grosse Glueck bei dieser Aktion helfen zu duerfen und kam dabei dann auch noch in den Genuss eines ganz besonderen Abenteuers..aber eins nach dem anderen.
Am Dienstagabend haben wir uns um 19Uhr am Sanctuary getroffen. Mit von der Parie waren etwa 8 Freiwillige Helfer sowie 5Mitarbeiter des Department of Conservation (Umweltministerium) und zwei so genannte Kiwi-Dogs (Kiwi-Hunde). Diese Hunde sind darauf trainiert Kiwis zu erschnueffeln. Tagsueber tun sie das, wenn die Kiwis in ihren Hoehlen schlafen und nachts schlagen sie an, wenn sie einen Kiwi riechen, der gerade auf Nahrungssuche ist (die lieben Tierchen sind naehmlich nachtaktiv :) ..
Zusammen mit Erin (zweite Freiwillige), den beiden DOC-Mitarbeitern Tash und James und dem Kiwi-Hund Persil gings dann also los.
Ausgeruestet mit warmer Kleidung und Kopflampen gings auf ins Sanctuary um Kiwis zu suchen.
Nach ca 45min wars dann soweit und so laeuft dann also die Jagd nach dem Kiwi ab:
Persil hatte einen Kiwi erschnuppert und blieb ploetzlich wie angewurzelt stehen. DAs war das Zeichen fuer uns, unsere Lampen auszuschalten. Tash hat den MP3-Player und Boxen ausgepackt und damit Kiwi-Rufe abgespielt, die den Vogel, der irgendwo um uns rumstromerte anlocken sollten.
Natuerlich ist es vollkommen dunkel im Sanctuary und somit ist man dann sobald die Lampen ausgeschaltet sind auf sein Gehoer angewiesen. Die Kiwis sind bei ihrer Nahrungssuche nicht gerade leise und rascheln mit ihrem Schnabel doch recht laut durch das am Boden liegende Laub. Wir sassen also alle 4 ganz stumm im stockfinsteren Wald und haben gelauscht wo der Kiwi ist. Wer immer das Gefuehl hatte der Kiwi ist am naechsten zu ihm/ihr hat leise gepfiffen. Tash hat dann hin und wieder die Rufe abgespielt um den Kiwi so in Position zu locken, dass sie oder James ihn mit ihren Kescher fangen konnten. Dazu mussten sie dann auch wirklich blitzschnell sein. Hatten sie das Gefuehl der Kiwi ist nahe genug bei ihnen haben sie ihre Lampen angeschaltet und versucht den Kiwi zu fangen. In der Theorie haben Kiwi kaum Fluchtverhalten und ducken sich einfach wo sie gerade sitzen, wenn sie Gefahr verspueren...naja, wie gesagt, in der Theorie..in der Praxis ist dann durchaus mal ein beherzter Hechtsprung oder ein kurzer Sprint durch den Wald noetig..Aber Tash, James und Persil sind nicht umsonst Profis in ihrem Fach.. :) Der erste Kiwi ging ins Netz!
Ist er gefangen werden die Masse des Vogel, die Laenge seines Schnabels und sein Gewicht gemessen. Ausserdem werden ihm ein paar Federn entrupft, die fuer genetische Zwecke gebraucht werden. Zum Abschluss bekommt er dann noch einen MEtallring mit individueller Erkennungsnummer ans Bein, wenn er nicht schon einen hat, und ausserdem einen kleinen Sender ans andere Bein. Dieser Sender hilft uns dabei tagsueber rauszufinden wo die lieben Tierchen ihre Hoehlen haben und den Tag ueber schlafen bzw wie hauefig sie ihre Bauten wechseln etc.
Und ganz zum Abschluss kommt dann eine eh schon voellig faszinierte freiwillige Helferin in den Genuss den Vogel auf den Arm zu nehmen und fuer ein Foto posieren zu duerfen!! Juuuuuhuuuuu! Es ist so ziemlich das groesste was einem hier in Neuseeland (besonders einem Biologen) passieren kann. Die wenigsten Leute (selbst Neuseelaender) haben ueberhaupt je einen Kiwi gesehen (ausser vlt im Zoo oder eben bei Nachtfuehrungen im Sanctuary oder den Inseln) und haben definitiv nie die Chance gehabt einen anzufassen!
Es ist definitiv was ganz besonderes und eine unglaubliche Chance! (So ziemlich der perfekte Abschluss meines Studiums!!)
Und so ganz ohne war das ganze Suchen auch nicht unbedingt. Einen der Kiwis haben wir in einem Bachtal gefangen. Das Problem ist aber, dass kein Weg in dieses Bachtal fuhert und somit der einzige Zugangsweg ein 25m hoher extrem steiler Abhang im Wald ist..Also gut, nix wie runter da..Naja, mit einem ordentlich blauen Oberarm (da ich zwischendurch mal kurz ein wenig den Halt verloren und dann etwas schwungvoll den Baum umarmt habe, der mich aufgefangen hat) und dem ein oder anderen Kratzer and Haenden und Beinen bin ich dann aber auch heil unten angekommen..(und der Weg nach oben war nicht minder spannend..die Kratzer an den Haenden wurden dann dank dem Versuch sich an irgendwelchen Dorenenbueschen festzuhalten noch ein wenig vermehrt...ganz zu schweigen vom Muskelkater am naechtsen Tag :D )
Dort haben wir dann ungefaehr 30min gesessen und auf den Kiwi gelauscht, der immer naeher kam..Allerdings war der dermassen laut, dass ich mir sicher war, dass kann er nicht sein und dachte es sei James, der versucht sich naeher ranzuschleichen..ich hatte ein wenig Angst, dass er auf mich tritt,weil er mich ja nciht haette sehen koennen..ja, wie sich rausstellte war es tatsaechlich der Kiwi, der so einen Laerm gemacht hat :D Und Tash hat ihn dann zum Schluss mit dem erwaehnten beherzten HEchtsprung gefangen! YAY!
Ausserdem wurden wir von einer Pateke (auch Brown Teal genannt), einer nachtaktive Ente ein wenig an der Nase rumgefuehrt..Nachdem ich meinen Posten eingenommen hatte habe ich ein irgendwie schmatzendes Geraeuch gehoert, dass sich mir von links durch den Bach naeherte und dann an mir vorbei lief und rechts von mir stehen blieb..als James dann Entwarnung gab und wir die Lampen wieder anmachen durften waere ich dann also fast auf diese kleine braune Ente getreten, die sich selbst von meiner Taschenlampe keineswegs hat stoeren lassen :D
Das tolle an diesem Bachtal war noch, dass es voll war mit den Glowworms, von denen ich euch schon aus den Hoehlen berichtet hatte..Nach dem etwas heiklen Abstieg hierher sass ich also da, im stockfinsteren neuseelaendischen Wald, habe darauf gewartet, dass der Kiwi vorbeikommt, wurde von ner Ente an der Nase herum gefuehrt und als ich mich umgedreht habe, hat die ganze Boeschung hinter mir geleuchtet wie der (an diesem Abend unglaublich klare und wundershcoene) Sternenhimmel... wie schon gesagt, diese Nachtschicht war ein echtes New Zealand Adventure oder wie die Neuseelaender sagen wuerden: sweet as, 100% pure New Zealand ;)
Es war der absolute Hammer und jeden Kratzer und blauen Fleck wert und definitiv ein absolutes Highlight meiner Zeit hier im Land der langen weissen Wolke - Aoteraoa
Drei Tage spaeter, nachdem blaue Arm so langsam lila und gruen wurde :D gings dann nochmal tagsueber raus ins Sanctuary. Diesmal sind wir mit Antenne und Receiver rumgelaufen und haben versucht die Kiwis mit Sender zu finden..Auch das keine ganz leichte Aufgabe. Immerhin sieht man tagsueber gleich welchen Hang man hoch oder runter klettern muss, aber das macht sie nach zwei Tagen nicht weniger rutschig :D
Und noch einmal hatte ich super viel Glueck, da an diesem Tag ein Fernsehteam im Sanctuary war um einen kleinen Bericht ueber die Kiwi-Hunde zu drehen. Wir wurden gefragt, ob wir evtl zur Verfuegung stehen wurden fuer ein paar Aufnahmen. Im Endeffekt wollten sie uns dann zwar doch nicht (Ich nehme an wir waren von den 3Std, die wir schon durch den Bush gekrochen waren um Kiwi Nr 17 zu finden doch schon ein wenig zuu schlammverkrustet ;) )
Aber trotzdem wars ne super Gelegenheit, da sie fuer den Beitrag einen Kiwi aus seinem Bau geholt haben und ich so nochmal bei Tageslicht einen blick auf das Tierchen werfen konnte :)
Ja, es war eine absolut geniale und ereignisreiche Woche! Als naechstes steht dann am kommenden Dienstag meine offizielle Graduation Ceremony (Zeugnisuebergabe) und Parade an :)
Sweet as bro!
Eure Jule
Wie einige von euch schon wissen helfe ich ehrenamtlich im Karori Sanctuary als Besucherbetreuer.
Das Sanctuary ist ein Naturschutzgebiet rund 2km vom Stadtzentrum entfernt. Dieses Gebiet ist mit einem sogenannten "predator exclusion fence" versehen. Das heisst, es ist umrundet mit einem Zaun, der so konsturiert wurde, dass keine boesen Tierchen wie Katzen, Possums, Ratten, Wiesel oder Mader hinein kommen. Das ganze wurde vor 10Jahren gegruendet. Zu dieser Zeit wurde der Zaun gebaut und dann mit Fallen und Gift die so genannten "invasive predators" (eingeschleppte Raeuber) aus dem Gebiet entfernt. Genau diese eingeschleppten Boesewichte sind der Grund warum es vielen der Voegel und den Tuataras hier in NZ populationsmaessig so schlecht geht. Viele der endemischen Voegel sind flugunfaehig und brueten ausserdem am Boden. Daher sind sie den Raeubern, die vor allem von den Europaeern eingeschleppt wurden schutzlos ausgesetzt und ihre Populationen teilweise so gut wie ausgeloescht worden..
In den eingezaeunten Schutzgebieten, von denen es mehere in NZ gibt (und auf den Inseln rund um NZ) war es dann moeglich die Populationen wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen indem man sie dorthin umgesiedelt hat, wo sie keiner Gefahr mehr ausgesetzt sind.
Und genau das ist auch in Karori der Fall.
Vor 10Jahren wurden dann ein paar Little Spotted Kiwis ins Schutzgebiet freigelassen. Dort leben diese Tierchen unbehelligt seit dem. Die grosse Frage zur Zeit ist nun, wieviele gibts denn mittlerweile? Das heisst also: Kiwi zaehlen ist angesagt! Und ich hatte das grosse Glueck bei dieser Aktion helfen zu duerfen und kam dabei dann auch noch in den Genuss eines ganz besonderen Abenteuers..aber eins nach dem anderen.
Am Dienstagabend haben wir uns um 19Uhr am Sanctuary getroffen. Mit von der Parie waren etwa 8 Freiwillige Helfer sowie 5Mitarbeiter des Department of Conservation (Umweltministerium) und zwei so genannte Kiwi-Dogs (Kiwi-Hunde). Diese Hunde sind darauf trainiert Kiwis zu erschnueffeln. Tagsueber tun sie das, wenn die Kiwis in ihren Hoehlen schlafen und nachts schlagen sie an, wenn sie einen Kiwi riechen, der gerade auf Nahrungssuche ist (die lieben Tierchen sind naehmlich nachtaktiv :) ..
Zusammen mit Erin (zweite Freiwillige), den beiden DOC-Mitarbeitern Tash und James und dem Kiwi-Hund Persil gings dann also los.
Ausgeruestet mit warmer Kleidung und Kopflampen gings auf ins Sanctuary um Kiwis zu suchen.
Nach ca 45min wars dann soweit und so laeuft dann also die Jagd nach dem Kiwi ab:
Persil hatte einen Kiwi erschnuppert und blieb ploetzlich wie angewurzelt stehen. DAs war das Zeichen fuer uns, unsere Lampen auszuschalten. Tash hat den MP3-Player und Boxen ausgepackt und damit Kiwi-Rufe abgespielt, die den Vogel, der irgendwo um uns rumstromerte anlocken sollten.
Natuerlich ist es vollkommen dunkel im Sanctuary und somit ist man dann sobald die Lampen ausgeschaltet sind auf sein Gehoer angewiesen. Die Kiwis sind bei ihrer Nahrungssuche nicht gerade leise und rascheln mit ihrem Schnabel doch recht laut durch das am Boden liegende Laub. Wir sassen also alle 4 ganz stumm im stockfinsteren Wald und haben gelauscht wo der Kiwi ist. Wer immer das Gefuehl hatte der Kiwi ist am naechsten zu ihm/ihr hat leise gepfiffen. Tash hat dann hin und wieder die Rufe abgespielt um den Kiwi so in Position zu locken, dass sie oder James ihn mit ihren Kescher fangen konnten. Dazu mussten sie dann auch wirklich blitzschnell sein. Hatten sie das Gefuehl der Kiwi ist nahe genug bei ihnen haben sie ihre Lampen angeschaltet und versucht den Kiwi zu fangen. In der Theorie haben Kiwi kaum Fluchtverhalten und ducken sich einfach wo sie gerade sitzen, wenn sie Gefahr verspueren...naja, wie gesagt, in der Theorie..in der Praxis ist dann durchaus mal ein beherzter Hechtsprung oder ein kurzer Sprint durch den Wald noetig..Aber Tash, James und Persil sind nicht umsonst Profis in ihrem Fach.. :) Der erste Kiwi ging ins Netz!
Ist er gefangen werden die Masse des Vogel, die Laenge seines Schnabels und sein Gewicht gemessen. Ausserdem werden ihm ein paar Federn entrupft, die fuer genetische Zwecke gebraucht werden. Zum Abschluss bekommt er dann noch einen MEtallring mit individueller Erkennungsnummer ans Bein, wenn er nicht schon einen hat, und ausserdem einen kleinen Sender ans andere Bein. Dieser Sender hilft uns dabei tagsueber rauszufinden wo die lieben Tierchen ihre Hoehlen haben und den Tag ueber schlafen bzw wie hauefig sie ihre Bauten wechseln etc.
Und ganz zum Abschluss kommt dann eine eh schon voellig faszinierte freiwillige Helferin in den Genuss den Vogel auf den Arm zu nehmen und fuer ein Foto posieren zu duerfen!! Juuuuuhuuuuu! Es ist so ziemlich das groesste was einem hier in Neuseeland (besonders einem Biologen) passieren kann. Die wenigsten Leute (selbst Neuseelaender) haben ueberhaupt je einen Kiwi gesehen (ausser vlt im Zoo oder eben bei Nachtfuehrungen im Sanctuary oder den Inseln) und haben definitiv nie die Chance gehabt einen anzufassen!
Und so ganz ohne war das ganze Suchen auch nicht unbedingt. Einen der Kiwis haben wir in einem Bachtal gefangen. Das Problem ist aber, dass kein Weg in dieses Bachtal fuhert und somit der einzige Zugangsweg ein 25m hoher extrem steiler Abhang im Wald ist..Also gut, nix wie runter da..Naja, mit einem ordentlich blauen Oberarm (da ich zwischendurch mal kurz ein wenig den Halt verloren und dann etwas schwungvoll den Baum umarmt habe, der mich aufgefangen hat) und dem ein oder anderen Kratzer and Haenden und Beinen bin ich dann aber auch heil unten angekommen..(und der Weg nach oben war nicht minder spannend..die Kratzer an den Haenden wurden dann dank dem Versuch sich an irgendwelchen Dorenenbueschen festzuhalten noch ein wenig vermehrt...ganz zu schweigen vom Muskelkater am naechtsen Tag :D )
Dort haben wir dann ungefaehr 30min gesessen und auf den Kiwi gelauscht, der immer naeher kam..Allerdings war der dermassen laut, dass ich mir sicher war, dass kann er nicht sein und dachte es sei James, der versucht sich naeher ranzuschleichen..ich hatte ein wenig Angst, dass er auf mich tritt,weil er mich ja nciht haette sehen koennen..ja, wie sich rausstellte war es tatsaechlich der Kiwi, der so einen Laerm gemacht hat :D Und Tash hat ihn dann zum Schluss mit dem erwaehnten beherzten HEchtsprung gefangen! YAY!
Ausserdem wurden wir von einer Pateke (auch Brown Teal genannt), einer nachtaktive Ente ein wenig an der Nase rumgefuehrt..Nachdem ich meinen Posten eingenommen hatte habe ich ein irgendwie schmatzendes Geraeuch gehoert, dass sich mir von links durch den Bach naeherte und dann an mir vorbei lief und rechts von mir stehen blieb..als James dann Entwarnung gab und wir die Lampen wieder anmachen durften waere ich dann also fast auf diese kleine braune Ente getreten, die sich selbst von meiner Taschenlampe keineswegs hat stoeren lassen :D
Das tolle an diesem Bachtal war noch, dass es voll war mit den Glowworms, von denen ich euch schon aus den Hoehlen berichtet hatte..Nach dem etwas heiklen Abstieg hierher sass ich also da, im stockfinsteren neuseelaendischen Wald, habe darauf gewartet, dass der Kiwi vorbeikommt, wurde von ner Ente an der Nase herum gefuehrt und als ich mich umgedreht habe, hat die ganze Boeschung hinter mir geleuchtet wie der (an diesem Abend unglaublich klare und wundershcoene) Sternenhimmel... wie schon gesagt, diese Nachtschicht war ein echtes New Zealand Adventure oder wie die Neuseelaender sagen wuerden: sweet as, 100% pure New Zealand ;)
Es war der absolute Hammer und jeden Kratzer und blauen Fleck wert und definitiv ein absolutes Highlight meiner Zeit hier im Land der langen weissen Wolke - Aoteraoa
Drei Tage spaeter, nachdem blaue Arm so langsam lila und gruen wurde :D gings dann nochmal tagsueber raus ins Sanctuary. Diesmal sind wir mit Antenne und Receiver rumgelaufen und haben versucht die Kiwis mit Sender zu finden..Auch das keine ganz leichte Aufgabe. Immerhin sieht man tagsueber gleich welchen Hang man hoch oder runter klettern muss, aber das macht sie nach zwei Tagen nicht weniger rutschig :D
Und noch einmal hatte ich super viel Glueck, da an diesem Tag ein Fernsehteam im Sanctuary war um einen kleinen Bericht ueber die Kiwi-Hunde zu drehen. Wir wurden gefragt, ob wir evtl zur Verfuegung stehen wurden fuer ein paar Aufnahmen. Im Endeffekt wollten sie uns dann zwar doch nicht (Ich nehme an wir waren von den 3Std, die wir schon durch den Bush gekrochen waren um Kiwi Nr 17 zu finden doch schon ein wenig zuu schlammverkrustet ;) )
Aber trotzdem wars ne super Gelegenheit, da sie fuer den Beitrag einen Kiwi aus seinem Bau geholt haben und ich so nochmal bei Tageslicht einen blick auf das Tierchen werfen konnte :)
Ja, es war eine absolut geniale und ereignisreiche Woche! Als naechstes steht dann am kommenden Dienstag meine offizielle Graduation Ceremony (Zeugnisuebergabe) und Parade an :)
Sweet as bro!
Eure Jule
Mittwoch, 12. Mai 2010
Osterferien 2010
Und wie so oft hats mal wieder ein wenig gedauert bis ich zum Schreiben komme, aber dafuer gibts dann auch gleich zwei spannende Posts :)
Ertsmal gehts um die Osterferien vor vier Wochen. Wie letztes Jahr auch habe ich mit Freunden ein Auto gemietet, allerdings gings dieses Jahr Richtung Norden :)
Von Wellington gings Richtung Taupo inkl. einer Querung des Tongariro National Parks. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir in den naechsten Tagen so vor hatten :)

Erster Stopp: Taupo.
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir dort angekommen und haben nach dem ersten Fotostopp
Die Crew in diesem Jahr: Karin, ich, Crystal :)


und dem Beziehen unseres Hostelzimmers erstmal lecker zu Abend gegessen und uns informiert ueber unsere Plaene.
Auf dem Plan standen die Huka Falls, die heissen Quellen, Skydiven und das Tongariro Alpine Crossing (Einer der schoensten Ein-Tages-Wanderungen Neuseelands bzw der Welt)
Eigentich war hier dann schonmal Skydiven geplant, wurde aber auf Grund der Wolkendecke in letzter Minute abgesagt (Hier zur Info: Ich bin auf den Skydivebildern nicht drauf, weil ich sie gemacht habe und nicht gesprungen bin ;) Jaja, Angsthase..Keine Sorge, das hab ich mehrfach gehoert, ist mir aber egal :) )
Am naechsten Tag war die Wettervorhersage traumhaft und so konnten wir das grosse Abenteuer Tongariro Alpine Crossing (18.5km) wagen...Ein bissl nervoes war ich ja schon. Klar wollte ich die Wanderung unbedingt machen, aber so richtig Bergwandern fuer nen kompletten Tag hatte ich halt vorher noch nie gemacht. Naja, einmal ist immer das erste Mal und das war dann fuer mich eben das Tongariro Crossing :)
Der erste Blick auf den Mt Ngauruhoe war schonmal sehr vielversprechend
Und auch die Tongariro Gipfel konnten sich sehen lassen
Morgens um 6Uhr wurden wir von unserem freundlichen Busfahrer am Hostel abgeholt und zum Startpunkt im National Park gefahren. Auf dem Weg gabs schon einige sehr nuetzliche und hilfreiche Informationen.
Am Einstiegspunkt angekommen wurden dann die restlichen fehlenden Ausruestungsgegenstaende geliehen/gekauft (man war ich froh, dass ich mich FUER die Fleecehose und Handschuhe entschieden hatte) und auf gings!




Anfangs ist die Strecke noch recht gemuetlich und wir hatten wie gesagt super Wetter und ne Hammer Sicht auf den Mt. Ngauruhoe.





Bis man dann zum Devils Staircase (Teufelstreppe) kommt..Puuuh, das war schon ganz schoen anstrengend..aber da man waehrend der Verschnaufpausen wie gesagt ne Hammer Aussicht hat, auch alles halb so schlimm ;)
Wenn man ganz genau hinschaut kann man hier im Hintergrund sogar den Mt Taranaki sehen, zu dems dann am naechsten Tag weiter ging

Oben angekommen standen wir also direkt neben einem Vulkan...Mt. Ngauruhoe, auch bekannt als Mt Doom oder Schicksalsberg fuer die Herr der Ringee Fans unter euch :) Der Mt. Ngauruhoe ist ein aktiver Vulkan, der 1975 zum letzten mal ausgebrochen ist. Wir hatten das grosse Glueck, dass es am Tag vor unsere Tour geschneit hat und daher sieht das ganze noch ein bisschen schoener aus :) Unser TIming hier war absolut spitze! ALs wir oben ankamen haben sich langsam einige Wolken ueber die Gipfel gelegt..Trotzdem haben wir es noch geschafft unsere Fotosession im strahlenden Sonnenschein zu beenden ;)


Die Querung der Krater war dann sichtmaessig ein wenig eingeschraenkt, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan...Ich wuerde sogar sagen es hat das ganze noch etwas spannender gestaltet. Der Nebel war so dicht, dass man weder vor noch hinter sich andere Wanderer gesehen oder gehoert hat...und dann durch einen Vulkankrater laufen....ja, richtig, Gaensehautfeeling :)



Ein wenig schade war, dass wir auf Grund der Wolken die Kraterseen kaum sehen konnten. Wir haben wirklich erst gemerkt, dass wir schon da sind, als wir direkt nebendran standen und was blaues durch den Nebel haben schimmern sehen..
(Ich persoenlich war im Nachhinein eigentlich ganz froh ueber die Wolken, da ich so nicht sehen konnte wie steil es rechts und links runter ging als wir durchs Lavafeld langsam den Abstieg angetreten haben ;) )
Der Beweis, es lag Schnee auf 1880m entlang des Tracks!!
Bei der Mittagspause wurde es dann auf 1880m doch ein wenig frisch in kurzer Hose und mit eisigem Wind..Gott sei Dank hatte ich mir vor dem Start noch schnell ne Fleece-Hose leihen koennen :)
Der Abstieg...oooh ja, so schoen es oben auch war, so gemein war der Abstieg...4Std durchgehend bergab..autsch, da haben selbst meine sonst schmerzfreien Knie ein wenig rebelliert..
Entschaedigt wurden wir aber damit, dass sich die Wolken verzogen haben als wir ungefaehr auf halber Hoehe waren und wir daher wieder eine absolut geniale Aussicht auf den Lake Taupo hatten (es hat ungefaehr 5Minuten gedauert, bis wir ueberhaupt gemerkt haben, dass das gar nicht der blaue Himmel ist, sondern der See :) )

Die Knieschmerzen waren dann aber auch schnell wieder vergessen, als wir auf dem Parkplatz ankamen, in den Bus gestiegen sind und den weissen Lindt-Osterhasen gefuttert haben, den ich dabei hatte :)
Abends war dann natuerlich nicht mehr viel los, da wir alle ziemlich platt waren. Der gane Track ist 18.5km lang und wir haben genau 7Std gebraucht. Der Einstieg in den Track liegt auf 1150m. Der Devils staircase klettert dann 200m zum South Crater auf 1660m (fuer diese 200m braucht man ne gute Stunde, da es teilweise ueber lose alte Lava geht..). Am hoechsten Punkt der Strecke befindet man dich dann am Red Crater auf 1886m und beginnt den Abstieg zum Ketetahi Parkplatz auf 750m...
Der naechste Tag stand dann ganz im Zeichen des Skydives..Das Wetter sah vielversprechend aus und so gigns also auf zum Flughafen. Waehrend die andern beiden sich dann todesmutig aus dem Flugzeug gestuerzt haben,
habe ich unten am Boden mit Siliva (ja liebe Marburger, die Silvia :) [fuer alle anderen: Silvia ist eine ehemalige Komilitonin aus Marburg, die ich letztes Jahr schonmal hier in Wellington und dann spaeter nochmal in Sydney getroffen hatte]) gemuetlich nen Kaffee geschluerft :)
So weit also unsere Abenteuer in Taupo. Naechste Stopp: Waitomo. Klingt klein? Is es auch :D Aber sie haben in Waitomo Hoehlen voll mit Gluehwuermchen! Sind nicht die Gluehwuermchen, die wir aus dem Sommer bei uns kennen, sondern Insekten, die ihr Leben in Hoehlen verbringen und deren Verdauungstrakt leuchtet um Beute anzulocken. Leider konnte ich vom beeindruckensten Teil keine Fotos machen, aber es war super. Man wird in ein Boot gesetzt und faehrt ueber einen kleinen FLuss in der Hoehle und die Decke ist VOLL mit abertausenden Gluehwuermchen! Es ist keine Uebertreibung, es sieht wirklich aus wie der Sternenhimmel!! (LEider war das auch wirklich das spannenste an der Glowworm-Tour..Bissl enttaeuschend, aber wir haben uns noch ne zweite Hoehle angeschaut mit weniger Glowworms, dafuer mehr Tropfsteinen und Felsformationen) Das schoene an unserer zweiten Hoehlentour war, dass die geplante Gruppe nicht aufgetaucht ist und wir daher statt mit 21, mit 7Leuten quasi ne kleine Privatfuehrung bekommen haben :)
Auf dem Weg zum Eingang der Trofsteinhoehle


Dritter und letzter Stopp unserer einwoechigen Tour war dann New Plymouth im Westen der Nordinsel.
Besonders beeindruckend ist hier der Mt. Taranaki, wieder ein Vulkan, der sich aus einer ansonsten voellig ebenen Landschaft erhebt..WOW!



Auf Grund von leichten Ausruestungsschwierigkeiten haben wir hier auf die Umrundung des Bergs und die Wanderung zum Gipfel verzichtet und sind stattdessen so weit wie moeglich mit dem Auto hochgefahren und sind ansonsten ein paar kleinere, auch sehr schoene, Wanderwege gelaufen.
Und wie wir vom Tongariro Crossing aus den Mt Taranaki gesehen haben, so haben wir vom Mt Taranaki aus auch Mt Ngauruhoe (links) und Mt Ruhapehu (rechts) gesehen
Tja und dann war die Woche auch schon wieder rum und wir haben uns auf den Heimweg nach Wellington begeben..
Es war wieder einmal eine unglaublich coole Tour, die uns alles dreien super viel Spass gemacht hat und mir wieder einmal gezeigt hat wie sehr ich mich in Neuseeland verliebt habe :)
Zur kleinen Uebersicht eine Karte unserer Route. Von Wellington (E) gings Richtung Norden nach Taupo (B). Von hier aus Richtung Westen nach Waitomo (C) und dann weiter Richtung Sueden an die Kueste in New Plymouth (D) :)
Kia ora!
Eure Jule
Ertsmal gehts um die Osterferien vor vier Wochen. Wie letztes Jahr auch habe ich mit Freunden ein Auto gemietet, allerdings gings dieses Jahr Richtung Norden :)
Von Wellington gings Richtung Taupo inkl. einer Querung des Tongariro National Parks. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir in den naechsten Tagen so vor hatten :)
Erster Stopp: Taupo.
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir dort angekommen und haben nach dem ersten Fotostopp
und dem Beziehen unseres Hostelzimmers erstmal lecker zu Abend gegessen und uns informiert ueber unsere Plaene.
Auf dem Plan standen die Huka Falls, die heissen Quellen, Skydiven und das Tongariro Alpine Crossing (Einer der schoensten Ein-Tages-Wanderungen Neuseelands bzw der Welt)
Am naechsten Tag war dann das Tongariro Crossing gesperrt, da es dort geschneit hat, also haben wir uns Taupo ein bisschen naeher angeschaut, sind zu den Huka Falls gefahren und dort ein wenig durch den Wald gelaufen.
Die Huka Falls
EIn bisschen typisches Neuseeland :)
Eigentich war hier dann schonmal Skydiven geplant, wurde aber auf Grund der Wolkendecke in letzter Minute abgesagt (Hier zur Info: Ich bin auf den Skydivebildern nicht drauf, weil ich sie gemacht habe und nicht gesprungen bin ;) Jaja, Angsthase..Keine Sorge, das hab ich mehrfach gehoert, ist mir aber egal :) )
Am naechsten Tag war die Wettervorhersage traumhaft und so konnten wir das grosse Abenteuer Tongariro Alpine Crossing (18.5km) wagen...Ein bissl nervoes war ich ja schon. Klar wollte ich die Wanderung unbedingt machen, aber so richtig Bergwandern fuer nen kompletten Tag hatte ich halt vorher noch nie gemacht. Naja, einmal ist immer das erste Mal und das war dann fuer mich eben das Tongariro Crossing :)
Morgens um 6Uhr wurden wir von unserem freundlichen Busfahrer am Hostel abgeholt und zum Startpunkt im National Park gefahren. Auf dem Weg gabs schon einige sehr nuetzliche und hilfreiche Informationen.
Am Einstiegspunkt angekommen wurden dann die restlichen fehlenden Ausruestungsgegenstaende geliehen/gekauft (man war ich froh, dass ich mich FUER die Fleecehose und Handschuhe entschieden hatte) und auf gings!
Anfangs ist die Strecke noch recht gemuetlich und wir hatten wie gesagt super Wetter und ne Hammer Sicht auf den Mt. Ngauruhoe.
Bis man dann zum Devils Staircase (Teufelstreppe) kommt..Puuuh, das war schon ganz schoen anstrengend..aber da man waehrend der Verschnaufpausen wie gesagt ne Hammer Aussicht hat, auch alles halb so schlimm ;)
Oben angekommen standen wir also direkt neben einem Vulkan...Mt. Ngauruhoe, auch bekannt als Mt Doom oder Schicksalsberg fuer die Herr der Ringee Fans unter euch :) Der Mt. Ngauruhoe ist ein aktiver Vulkan, der 1975 zum letzten mal ausgebrochen ist. Wir hatten das grosse Glueck, dass es am Tag vor unsere Tour geschneit hat und daher sieht das ganze noch ein bisschen schoener aus :) Unser TIming hier war absolut spitze! ALs wir oben ankamen haben sich langsam einige Wolken ueber die Gipfel gelegt..Trotzdem haben wir es noch geschafft unsere Fotosession im strahlenden Sonnenschein zu beenden ;)
Die Querung der Krater war dann sichtmaessig ein wenig eingeschraenkt, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan...Ich wuerde sogar sagen es hat das ganze noch etwas spannender gestaltet. Der Nebel war so dicht, dass man weder vor noch hinter sich andere Wanderer gesehen oder gehoert hat...und dann durch einen Vulkankrater laufen....ja, richtig, Gaensehautfeeling :)
Ein wenig schade war, dass wir auf Grund der Wolken die Kraterseen kaum sehen konnten. Wir haben wirklich erst gemerkt, dass wir schon da sind, als wir direkt nebendran standen und was blaues durch den Nebel haben schimmern sehen..
(Ich persoenlich war im Nachhinein eigentlich ganz froh ueber die Wolken, da ich so nicht sehen konnte wie steil es rechts und links runter ging als wir durchs Lavafeld langsam den Abstieg angetreten haben ;) )
Der Abstieg...oooh ja, so schoen es oben auch war, so gemein war der Abstieg...4Std durchgehend bergab..autsch, da haben selbst meine sonst schmerzfreien Knie ein wenig rebelliert..
Die Knieschmerzen waren dann aber auch schnell wieder vergessen, als wir auf dem Parkplatz ankamen, in den Bus gestiegen sind und den weissen Lindt-Osterhasen gefuttert haben, den ich dabei hatte :)
Der naechste Tag stand dann ganz im Zeichen des Skydives..Das Wetter sah vielversprechend aus und so gigns also auf zum Flughafen. Waehrend die andern beiden sich dann todesmutig aus dem Flugzeug gestuerzt haben,
So weit also unsere Abenteuer in Taupo. Naechste Stopp: Waitomo. Klingt klein? Is es auch :D Aber sie haben in Waitomo Hoehlen voll mit Gluehwuermchen! Sind nicht die Gluehwuermchen, die wir aus dem Sommer bei uns kennen, sondern Insekten, die ihr Leben in Hoehlen verbringen und deren Verdauungstrakt leuchtet um Beute anzulocken. Leider konnte ich vom beeindruckensten Teil keine Fotos machen, aber es war super. Man wird in ein Boot gesetzt und faehrt ueber einen kleinen FLuss in der Hoehle und die Decke ist VOLL mit abertausenden Gluehwuermchen! Es ist keine Uebertreibung, es sieht wirklich aus wie der Sternenhimmel!! (LEider war das auch wirklich das spannenste an der Glowworm-Tour..Bissl enttaeuschend, aber wir haben uns noch ne zweite Hoehle angeschaut mit weniger Glowworms, dafuer mehr Tropfsteinen und Felsformationen) Das schoene an unserer zweiten Hoehlentour war, dass die geplante Gruppe nicht aufgetaucht ist und wir daher statt mit 21, mit 7Leuten quasi ne kleine Privatfuehrung bekommen haben :)
Dritter und letzter Stopp unserer einwoechigen Tour war dann New Plymouth im Westen der Nordinsel.
Tja und dann war die Woche auch schon wieder rum und wir haben uns auf den Heimweg nach Wellington begeben..
Es war wieder einmal eine unglaublich coole Tour, die uns alles dreien super viel Spass gemacht hat und mir wieder einmal gezeigt hat wie sehr ich mich in Neuseeland verliebt habe :)
Zur kleinen Uebersicht eine Karte unserer Route. Von Wellington (E) gings Richtung Norden nach Taupo (B). Von hier aus Richtung Westen nach Waitomo (C) und dann weiter Richtung Sueden an die Kueste in New Plymouth (D) :)Kia ora!
Eure Jule
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