Montag, 18. Mai 2009

Südinsel Prt II

Wie versprochen geht es nun nach ein wenig Wartezeit endlich weiter mit meinem Bericht von unserem Südinsel-Trip..Da es doch ein wenig langwierig wäre euch jeden einzelnen Tag hier aufzufühen habe ich beschlossen, mich auf Berichte von meinen persönlichen Highlights zu beschränken.
Geendet hatte der letzte Teil ja damit, dass uns die Jungs in Christchurch bei Michelle eingesammelt hatten. Damit gings dann also zu viert weiter die Ostküste runter, im Süden queren und dann die Westküste wieder hoch. Hierzu mal eine kleine Karte zur Übersicht. Die rote Strecke ist die, die wir mit dem Auto gefahren sind und die gelben Punkte waren so die wichtigsten Stationen, zu denen es hier die Berichte gibt :) Also ging es von Christchurch mit Zwischenstoppp weiter nach Dunedin. Dem ein oder anderen von euch mag der Name bekannt vorkommen. Das war die Stadt, mit der meine ganze Neuseeland-Planung angefangen hat, da ich hier das erste interessante Masterprogramm gefunden hatte (nach weiteren Infos über das Studium hier hatte ich mich dann aber für Wellington entschieden). Dunedin ist vor allem für zwei Dinge bekannt:

Den Bahnhof
Sowie die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street, mit 22% Steigung..Wir hatten Gott sei Dank sehr schnell mehrstimmig entschieden mit unserem Mitwagen NICHT die Straße hochzufahren und nach dem Geruch zu urteilen, den vor allem ein Camping-Bully verbreitet hat nachdem er oben angekommen war, war das definitiv die richtige Entscheidung!! Ansonsten muss ich sagen, dass mit persönlich Dunedin nicht wirklich gefallen hat. Es hat sich einmal mehr bestätigt, dass ich mit Wellington die richtige Wahl getroffen habe!

Neben Dunedin gibt es hier vor allem noch die Otago Peninsula mit ihren Albatrossen und Pinguinen zu sehen. Die Pinguine haben wir uns im Penguin Reserve angeschaut, wo sie geschützte und von Menschen überwachte Nistplätze haben, ansonsten aber völlig frei leben.die Pinguine waren gerade am Ende der Mauser und sahen daher gelegentlich ein wenig zerrupft aus :) Hier ein Überblick über das Gelände des Reserves. Es ist beeindruckend, wie hoch so ein kleiner Pinguin den Berg klettert um zu nisten. Wie man an dem Bild sieht stehen wir erhöht und selbst hier oben fanden sich Brutplätze. Und man beachte die Entfernung zum Meer!!

An der äußersten Spitze der Otago Peninsula gibt es eine Albatrosskolonie. Eigentlich muss man Eintritt zahlen um den Vögeln richtig nahe zu kommen, aber bei einer Mittagspause auf dem Parkplatz neben dem Besucherzentrum kann man die imposanten Tiere auch so ganz gut beobachten und definitiv einen Eindruck von ihrer Größe bekommen.um dieses nette Kliff segeln die Giganten der Lüfte herum
Nach diesem Erlebnis haben wir dann die Südinsel überquert und uns in das Reich der Sandfliegen (die uns eigentlich erstaunlich in Ruhe gelassen haben), die Westküste begeben. Den Auftakt hier machte der Doubtful Sound im Fjordland Neuseelands. Etwas bekannter ist der kleine Bruder, der Milford Sound, allerdings hatten wir auf dieser Reise keine Zeit diesen zu besuchen. Daher haben wir uns spontan (und zwar wirklich spontan: mitten im nichts kam Stefan auf die Idee, dass es ja viel schlauer wäre lieber erst zum Sound als nach Queenstown zu fahren..Mitten im Nichts haben wir dann also für den nächsten Tag noch schnell die Tour auf dem Sound gebucht..und sind eben links statt rechts abgebogen..und by the way, für alle angehenden und bereits fertigen Englischlehrer unter euch: wenn ihr euren Schülern die Zahlen beibringen wollt..ein heißer Tipp: lasst sie irgendwelche Touren buchen und Kreditkartennummern aufsagen!! Undschlagbar :D))
Hier also ein paar Impressionen aus dem Doubtful Sound. Das Wetter war der jährlichen Regenmenge von 8Litern entsprechend, regnerisch...(übrigens einer von ca zwei Regentage auf unserer Reise!)

Und weiter gings in die Stadt des "Adrenalinkicks und Extremsports": Queenstown. Ein eigentlich recht beschauliches Touristenstädtchen, das vor allem wegen seiner vielen Extremsportangebote berühmt ist. Und so kam es dann auch, dass Anne und Stefan "was dummes tun" mussten (Zitat von Stefan). Anne war paragliden und Stefan ist Bungy gesprungen. Ich habe mich mit Seilbahnfahren und Sommerrodelbahn begnügt :D Hier ein kleiner Ausblick über Queenstown: Und wir haben eine weitere tolle Sporart entdeckt: Frisbee-Golf Gespielt wird mit einer handelsüblichen Frisbee. Es gibt einen vorgegebenen Parcours, den man bestreitet. Geworfen wird immer ab einer bestimmten Markierung und Ziel ist entweder ein spezieller Korb oder eine grüne Linie an einem bestimmten Ziel, wie einem Baum zum Beispiel. Die Stationen unterscheiden sich dabei in Distanz bis zum Ziel und Schwierigkeitsstufe. Ab und an kann es schonmal vorkommen, dass man komplett den Hang runterrennt, weil die Frisbee anstatt liegen zu bleiben rollt..Stefan hatte Glück, dass am Ufer des Sees direkt ein Boot lag, sonst hätter er wohl naße Füße bekommen oder wir ne neue Frisbee gebraucht ;) und diese Schilder stehen da überall im Park rum, da man ja immerhin im städtischen Park spielt und gelegentlich auch Wege kreuzen muss etc. Außerdem ist natrülich bei Vollprofis wie uns die Flugbahn der Frisbee nicht immer 100%ig vorrauszusagen...

Nachdem nun also der Hunger auf Adrenalinkicks gestillt war gings weiter. Es folgte für mich persönlich eines der absoluten Highlights der Reise. Der Franz Josef Gletscher. Und um ihn nicht nur von weitem sehen zu können haben wir uns alle todesmutig hinaufgewagt. Voll ausgestattet mit wasserfesten Klamotten und Steigeisen ging meine Halbtagestour los. Da ich wirklich nicht weiß, was ich hier dazu schreiben soll lasse ich einfach ein paar Bilder sprechen...Es war einfach beeindruckend auf dieser riesen Eismasse zu stehen. Vor allem, weil man auf dem WEg zum Gletscher durch Regenwald läuft und man unten vor dem Gletscher ohne weiteres im Tshirt rumlaufen kann. Diese Konstellation mit Regenwald und Gletscher gibt es übrigens nur dreimal auf der WElt. Am Franz Josef, am Fox und an einem Gletscher in Argentinien. Und der Franz Josef Gletscher ist einer der wenigen Gletscher der wächst und nicht zurück geht. Außerdem ist er so nah am Meer wie kein anderer. Wie gesagt: beeindruckend!! Und ich möchte auf definitiv noch den Bruder, den Fox Gletscher bezwingen ;) !!

Und weiter gehts die Westküste hoch. Nächster kurzer Zwischenstopp: Punakaiki, Pancakerocks. Die sehen aus wie riesige Pfannkuchenstapel. Daher auch der Name. Und auch hier spürt man welche Gewalt die Natur, in diesem Falle das Meer haben kann..Allein die Geräuschkulisse war faszinierend..Und weiter gehts Richtung Norden. Nächster kurzer Stopp: Nelson Lakes National Park. Hier ein paar Bilder von unserer kleinen Wanderung dort.
Bevor es dann weiter zum kajaken in den Abel Tasman Nationalpark ging. Super schön da, aber ich werde das auf jeden Fall nochmal im hiesigen Sommer machen. Ich glaube so richtig bei Sonne ist das noch ein bißchen cooler!
Auch hier wieder ein paar Impressionen von unserem Kanutrip.

Und nun zu guter letzt Nelson und der Farewell Spit. Der Farewell Spit ist eine 27km lange Landzunge (vornehmlich bestehend aus Düne) an der Nordspitze der Südinsel. Man kam sich stellenweise ein bißchen vor wie in der Sahara (auch wenn der Regen in den wir geraten sind für die Sahara wahrscheinlich der komplette Jahresniederschlag gewesen wäre..)

Nelson war dann wirklich der letzte Stopp bevors wieder zurück nach Wellington ging. Viel gesehen haben wir hier auch nicht, da sich der Regen doch hartnäckig gehalten hat. Aber immerhin, die älteste erhaltene Straße Neuseelands (oder so ähnlich..wir kamen alle zu der Übereinstimmung, dass sie nicht anders aussieht als ander neuseeländische Straßen, aber gut..Foto gibts trotzdem ;) )
So, nun ist mein Blog endlich soweit schonmal wieder auf dem neuesten Stand..Hat lange gedauert, ich weiß. Sorry dafür, aber hier ist halt einfach immer was los ;) Und die Uni ist ja auch noch da :D
Und genau deshalb geh ich jetzt auch schnell ins Bett. Immerhin ist es mittlerweile 3Uhr nachts..Und morgen ist ein super sonniger Herbsttag angekündigt. Den will ich ja nicht verschlafen!
In diesem Sinne

Pō Marie

Eure Jule

2 Kommentare:

  1. Soso, wachsender Gletscher.... *träum*
    Sommerskilauf beim Franz Josef .... Gnihihi

    Gruß vom Bruder

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  2. Wenn da nicht jemand ein paar von meinen Fotos verwendet hat...
    Ach war das schön!

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