Donnerstag, 26. Februar 2015

Vier Wochen auf Bewährung in Napier



Nachdem meine Masterarbeit fertig und abgegeben war und auch das CISV Camp erfolgreich abgeschlossen war (ich hoffe ihr habt es fleißig auf unserem Camp-Blog verfolgt), bin ich ein wenig in ein Loch gefallen…Was tun mit meiner Zeit? Nur den ganzen Tag in Christchurch im Haus sitzen und auf Antworten auf meine Bewerbungen warten? 

Das ist definitiv nichts für mich. Ich brauche Menschen um mich und eine Aufgabe. Also habe ich www.backpackerboard.co.nz ausgecheckt. Hier werden Jobs für Backpacker in ganz Neuseeland angeboten. Das Angebot „Tour guide writers wanted“ (Autoren für Reiseführer gesucht), klang interessant. Bei genauerem Hinsehen handelte es sich um ein Angebot vom historischen Gefängnis in Napier (Napier Historic Prison) auf der Nordinsel…Hm, ok. Laut Homepage sollte man für 18 Stunden Arbeit pro Woche freie Unterkunft in seiner eigenen Zelle erhalten. Außerdem steht eine Waschmaschine zur Verfügung und es gibt freies WLan. Tja, auch mal was anderes..wieso eigentlich nicht. Ich habe also dort angerufen und gesagt, dass ich Interesse am Schreiben der Reiseführer und der Arbeit an der Rezeption hätte. Nach kurzer Zeit hat mich Sarah (wie ich später erfahren habe, selbst ihres Zeichens Backpackerin und bereits seit 8 Monaten im Prison) zurück gerufen. Nach einem kurzen Telefonat war klar: wenn ich Lust habe, kann ich für vier Wochen nach Napier. Vier Wochen waren dabei die Idee, damit ich danach rechtzeitig zu Heikos Ankunft Anfang März wieder in Christchurch bin und mit ihm reisen kann. Gesagt getan. 

Nach etwas umständlicher Suche im Internet habe ich dann auch die günstigste Reisemöglichkeit nach Napier gefunden. Am 2. Februar ging‘s los: Flug nach Wellington, 5 Stunden Aufenthalt in der coolest little capital, dann weiter 5 Stunden mit dem Bus nach Napier. Ja, 12 Stunden Reise für rund 750 km (inkl. der Überquerung der Cook Strait von der Süd- zur Nordinsel). 
Meine Pause in Wellington habe ich gut genutzt und mir zuerst die Ausstellung zum 75jährigen Jubiläum von Air New Zealand anzuschauen. Danach habe ich mich noch mit Maria und Sally (zwei Freundinnen, die ich noch von meinem Master hier kenne) zum Mittagessen getroffen. Besonders das Treffen mit Maria und Sally war sehr schön. Und es hat mir gut getan zu sehen, dass auch sie ein wenig in der Luft hängen mit ihren Jobs und Plänen und ich nicht die einzige bin, die gerade versucht herauszufinden, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen will. (Nach ihren Erzählungen scheint das rund fünf Jahre nach dem Studium ein gängiges Phänomen zu sein..)

Nach weiteren fünf Stunden im Bus kam ich also in Napier an. Dankenswerter Weise hat mich Nelandra, ein weiterer Backpacker im Prison vom Bus abgeholt. Nach einem kurzen Supermarkt Stopp ging es dann auch direkt den Hügel hinauf zur 55 Coote Road. 

Die dicke Mauer, die das Gefängnis umgibt wurde erst
1906 erbaut, als königlicher Besuch aus England nach
kam und auch das Gefängnis in Augenschein nahm.

// The big wall was just build in 1906 when the crown
came to visit New Zealand and also came to visit the prison.
Und wie sich das für ein echtes Gefängnis gehört wurden wir auch erstmal von einer dicken und hohen Steinmauer empfangen. Nelandra wusste den Code für die Tür und so eröffnete sich mir die Welt des ältesten Gefängniskomplexes Neuseelands..Empfangen wird man direkt mit einem Zitat eines der ehemaligen Wärter: „Kia ora. In the interest of Public Safety you are hereby sentenced to do time at Napier Prison.“ (Herzlich Willkommen. Im Interesse der öffentlichen SIcherheit wurden sie hiermit verurteilt Zeit im Napier Gefängnis zu verbringen). Puh, Gott sei Dank gilt das für mich nur auf Bewährung und da ich den Türcode kenne, konnte ich jederzeit durch die große Mauer raus und auch wieder rein. 



Nach dem ich dann die ersten weiteren neuen „Kollegen“ Rachel und Rebecca aus Kanada kennen gelernt hatte, zeigten sie mir gleich meine Zelle. Nummer 17.Glücklicherweise hatte Sarah mir in einer ihrer Mails schon mitgeteilt, dass die Zellen wirklich nicht sonderlich groß sind und eben tatsächlich alte Zellen. Beim Blick in mein neues 2x2m Reich musste ich dann auch erstmal lachen und meinte zu Nelandra, dass es ja tatsächlich nur eine Einzelzelle sei. Witzig und merkwürdig zu gleich. Auf Grund meiner Reaktion bot er mir an, dass ich auch eine der Zellen im ehemaligen Frauentrakt haben könnte. In denen spukt es zwar, aber er könnte sie mir trotzdem gern zeigen…Hm, so richtig überzeugen konnte er mich nicht. Ich habe mir die Zellen zwar trotzdem angeschaut, aber sie waren wesentlich dunkler und gruseliger als meine Zelle Nummer 17 (im ehemaligen Trakt mit den Todeszellen..). Und für ein paar Wochen war es ja eigentlich auch ganz gemütlich.
Nachdem ich meine Sachen verstaut hatte, lernte ich die übrigen „Prisoner“ kennen: Ireka, Nelandras Frau (beide aus Sri Lanka), Rebecca und Rachel aus Kanada, Tim und Claudia aus Deutschland und Sarah aus den USA. In den nächsten Tagen folgten dann noch Keara und Rosín aus Großbritannien, Suba aus Singapur und Odile aus Frankreich. 

Die erste Nacht im Gefängnis war interessant. Meine Zelle ließ sich natürlich nur von außen abschließen. Ich hatte ein wenig Sorgen, dass mir als „Neuankömmling“ evtl. ein Streich gespielt werden könnte, dem war aber nicht so. Auch das Licht ließ sich nur von außen ein- und ausschalten. Da die erste Nacht etwas hart war, konnte ich mir am nächsten Tag eine zweite Matratze aus Claudias Zelle mopsen, die sie nicht brauchte. Hach, es sind eben die kleinen Dinge, die das Leben groß machen. Auf einmal war meine Zelle richtig gemütlich. 

Bereits am nächsten Tag stand meine erste Schicht an. Rebecca erklärte mir morgens alles. Mein Job für die nächsten vier Wochen bestand also darin Besucher an der Tür zu begrüßen, Ihnen unsere Touroptionen (historisch oder Geister) zu erklären, das Geld entgegenzunehmen und dann die Abspielgeräte entsprechend zu programmieren und zu erklären. Um alle Infos über das Gefängnis zu erhalten können die Besucher eine selbstgeführte Audiotour mitmachen. Diese erzählt dann alles über die Geschichte oder eben die Geister, die hier im Gefängnis so spuken. Ein ungeschriebenes Gesetzt besagt, dass man, wenn man hier arbeitet, die Geistertour erst am letzten Abend macht. Die historische Tour durfte ich allerdings direkt an meinem ersten Tag machen. 

Das Gefängnis in Napier ist das älteste in Neuseeland. Es wurde 1862 eröffnet und erst 1993 geschlossen. Der heutige Zustand ist noch genauso wie 1993. Wenn man sich so umschaut glaubt man allerdings eher, dass man sich noch einige Jahrzehnte früher befindet. Es fällt schwer zu glauben, dass die Insassen 1993 noch unter solch einfachen Verhältnissen gelebt haben. Im Gefängnis wurden neben Kriminellen auch psychisch Kranke, sowie Einwanderer in Quarantäne aufgenommen. Es diente außerdem später als Treffpunkt für eine Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker und war Schauplatz der TV-Serie „Redemption Hill“. In dieser Serie sollten sozialschwache Jugendliche durch einen Aufenthalt im Gefängnis wieder auf den „rechten Weg“ gebracht werden. 

Es gibt jede Menge Geschichten, wie beispielsweise von einem Gefangenen, der über sechs Jahre jeden Abend die Toilette in seiner Zelle auseinander genommen hat und durch das Loch in der Wand dann ausbrechen konnte. Der Legende nach ist er dann immer ins nahegelegene Fast-Food-Restaurant oder Pub gegangen und kam nachts wieder. Bei seiner Entlassung soll er den Wärtern von seinem Treiben berichtet haben. Zwar haben sie ihn zunächst nicht ernst genommen, im Nachhinein wurde aber dennoch das Loch in der Wand mit einer Metallplatte verschlossen. Im Rahmen der Tour erfährt man auch jede Menge über die Hinrichtungen, die hier stattgefunden haben. Den „Hanging Yard“ kann man genauso besichtigen wie den kleinen Friedhof. Hier sollen die Hingerichteten dann im stehen begraben worden sein, damit ihre Seelen nicht zur Ruhe kommen und sie ihre Strafe auch über ihren Tod hinaus verbüßen.
Und viele Geister dieser finsteren Gestalten sollen auch heute noch durch das Gefängnis spuken. Ich habe Gott sei Dank keine Bekanntschaft mit den Geistern gemacht. Einige der anderen, die zur gleichen Zeit wie ich dort waren, haben allerdings sehr wohl von unheimlichen Geschehnissen berichtet. In meinen wenigen Wochen hatte ich auch einige Besucher, die mir Bilder von vermeintlichen Geistern gezeigt haben, die sie während ihres Besuchs gesehen haben.

Am Freitag den 13. Februar sind dann alle Geister in Form von verkleideten Menschen zum Leben erwacht. Einmal im Monat bietet das Prison „Scary Tours“ an. Ziel ist es den Besuchern einen gehörigen Schrecken einzujagen. Die Gruppe extra beauftragter „Scarer“ drapiert sich also mit viel Filmblut, irrem Blick, weißer Schminke und gruseligen Kostümen und sorgt dafür, dass die Besucher auch wirklich jede einzelne Geistergeschichte glauben…Ich war an dem Abend lieber mit Suba im Kino. Als wir wieder kamen war eine Gruppe immer noch unterwegs und die Schreie der erschrockenen Besucher waren nicht zu überhören…Gruselig..so oder so..

Neben meiner Arbeit an der Rezeption, habe ich außerdem an zwei Tourbeschreibungen für Athen und Istanbul gearbeitet. Erstmal habe ich sie Korrektur gelesen und zum Schluss durfte ich sie dann auch aufnehmen. Claudia war zusammen mit mir im Aufnahmestudio und wir haben uns gefühlt wie Modern Talking 2.0….nur besser ;) Die Touren werden an Kreuzfahrtschiffe verkauft und die Passagiere können dann bei ihrem Landgang der Audiotour durch die Stadt folgen. In Athen und Istanbul haben sie dabei meine Stimme im Ohr :)

Da ich zwischendurch eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in Kaikoura bekommen habe, musste ich meinen Aufenthalt im Gefängnis um eine Woche verkürzen und wurde auf Grund guter Führung am 23.2. wieder entlassen :)
 
Auch wenn die Regeln im Prison ein wenig gewöhnungsbedürftig waren (duschen und Wäsche waschen nur außerhalb der Öffnungszeiten [also vor 9 Uhr und nach 18 Uhr]; an Tagen mit Kreuzfahrtschiffen in der Stadt mussten wir unsere gestreiften Westen (unsere „work uniform“) auch tragen, wenn wir gar nicht im Dienst waren), hatte ich drei interessante und spaßige Wochen im Gefängnis. Es hat mir gut getan wieder unter Leute zu kommen und von ihren Plänen und bisherigen Werdegängen zu hören. Es war gut, dass ich meine „Comfortzone“ in Christchurch [für die ich unglaublich dankbar bin] für eine Weile verlassen habe und Neuseeland wieder zu meinem Abenteuer gemacht habe. 

Und wer kann schon von sich behaupten mal wirklich eine Weile in einer Gefängniszelle gewohnt zu haben!? :) 

Eure Jule

Und hier noch ein paar Eindrücke von meinem zu Hause auf Zeit.
//Here are a few pics from my temporary home. (English version of the post coming after the pics!!)



Bei schönem Wetter ist der Innenhof ein recht
schöner Ort für ein sonniges Frühstück.

//On a sunny day the exercise yard is a nice place for a sunny breakfast.








Die Käfige waren der Außenbereich für Häftlinge in Einzelhaft.
//The cages were the outside area for inmates who were separated from others
.

 
Auf der rechten Seite sieht man die Gebäude in denen die Häftlinge bei ihrer Aufnahme gewogen und vermessen wurden. Die Gebäude enthalten auch zwei Einzelzellen für Insassen mit psychischen Problemen.
// The buildings on the right were used to weigh and measure the inmates upon arrival. They also have two cells for people who were brought here because of psychological problems.






Die Duschen im oberen Bild waren urpsrünglich die einzig verfügbaren. Nach einem Protest von Häftlingen wurden die Duschen in den beiden unteren Bildern installiert. Im Übrigen auch die Duschen für uns, die dort gewohnt und gearbeitet haben....Wie man sieht relativ "Open air"..gut also, dass ich im Sommer hier war.
// On the top picture you can see the original showers. The two other showers on the remaining pictures were installed after a protest of inmates. They are the showers for the staff, too by the way. As you can see they are slightly "outdoor" and I am happy I was there during summer!

 

Das obere Bild zeigt den Hinrichtungsplatz. Im unteren Bild ist der kleine Friedhof zu sehen.
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The top picture shows the Hanging Yard. In the bottom picture you can see the graveyard.

 
Einblick in eine der übrigen Zellen. Die Malereien auf dem Bett finden sich auf vielen der Betten und zeigen viele Bandennamen und -symbole.
// A view into one of the other cells. The drawings on the bed can be found on many other beds, too. They usually show gang names and symbols.

Blick in das Zimmer eines Wärters. Das zersprungene Glas soll durch einen Insassen verursacht worden sein, der mit dem Kopf gegen die Scheibe geschlagen ist.
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View into a warden's room. The broken glass comes from an inmate who smashed the window with his head.

Der Garten wurde von den Teilnehmern der TV-Serie "Redemption Hill" angelegt.
// The garden was made by participants of the TV series "Redemption Hill".

Basil, die Geisterkatze. Angeblich weiß niemand wo sie herkommt und wie alt sie ist. Außerdem soll sie immer in der Nähe sein, wenn jemand einen Geist sieht. Sie ist nach einem ehemaligen Insassen benannt. der, genau wie Basil, nur einen halben Schnurrbart hatte.
// Basil, the ghost cat. Appartently no one knows where she came from and how old she is. People also say that she always appears when someone encounters a ghost. Basil is named after a former inmate who, just like Basil, only had half a moustache.

 



Das Prison ist der einzige Ort in der Region, in dem man noch die Effekte des Erdbebens sehen kann, das 1931 ganz Napier in Schutt und Asche gelegt hat. Im "Earthquake Hallway" sieht man, dass der Boden völlig uneben ist und die Wände schief.
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The prison is the only place in the region where you can still see the effects of the devastating 1931 earthquake that destroyed Napier. In the "Earthquake Hallway" you can see how uneven the floor is and how crooked the walls are.

 

Da ich über die Karnvealszeit in Napier war und in Claudia eine weitere Jecke gefunden habe, haben wir an Altweiber-Donnerstag die wohl erste Gefängnis-Karnevalsparty Neuseelands gefeiert.
// As I was in Napier for Carnival, and found another Carnival lover in Claudia, we celebrated potentially the first ever New Zealand Prison-Carnival Party.

 

Four weeks on parole in Napier

After I was done with my master thesis and the CISV camp was a huge success, I fell into a little whole…What should I do with my time? Just sit at home and wait for replies to my applications? That’s not the type of person I am. I need people around me and I need something to do. So I checked out backpackerboard.co.nz. It’s a job portal for backpacker jobs all around the country.
The ad about “tour guide writers wanted” sparked my interest. Giving it a closer look it turned out to be an ad from the Napier Historic Prison on the North Island…hm, ok.. according to the homepage you would get free accommodation in your very own cell in return for 18 hours of work per week. Very important for backpackers: laundry facilities and free Wifi were also available. I gave them a call and said I would be interested in writing tour guides and working at the reception. Just a few hours later Sarah (as I would find out later, a backpacker herself living in the prison for 8 months already) called me back. After a short chat everything was sorted: I was going to Napier for four weeks. I chose four weeks as that gave me the chance to be back in time for Heiko’s arrival in New Zealand at the beginning of March. No sooner said than done! After a bit of research, I found a cheap way to get to Napier. 

On February 2nd I started my travel: a flight to Wellington, five hours layover in the coolest little capital and another five hours of travel on the bus to Napier. Yes, 12 hours of travel for 750km (including the crossing of Cook Strait from the South to the North Island). I used my layover in Wellington to visit the exhibition celebrating the 75th anniversary of Air New Zealand at Te Papa. After this I also met up with Maria and Sally for lunch. Maria and Sally are friends who I met during my studies in Wellington. Especially the lunch with them was very nice. It was good to hear about their lives, plans and struggles at the moment to see that I am not the only one who is trying to find out what I want my life to look like. (From all we talked about it seems to be a common phenomenon roughly five years after studying and the first few years of work experience.)

After another five hours on the bus, I arrived in Napier. Luckily Nelandra, another backpacker at the prison, was able to pick me up from the bus stop. After a short stop at the super market we went up the hill to 55 Coote Road, my new temporary home. 

As you would expect from a real prison, we were welcomed by a big and high stone wall. Nelandra new the code for the door and a whole new wor ld opened up for me. The world of New Zealand’s oldest prison. The first thing you see is a quote from a former warden: “Kia ora. In the interest of Public Safety you are hereby sentenced to do time at Napier Prison.“ Phew, luckily I am just on probation and know the door code. This way I can get out and back in again. 

Rebecca and Rachel, two more new “colleagues” showed me my cell: number 17 (in the former death row). Luckily Sarah had told me in one of her emails that the cell are really just cells and I shouldn’t expect too much. When the door opened and after the first sneak peek into my new 2x2 meter home, I couldn’t help but laugh and say something like “wow, it is really just a single cell” :D Funny and strange at the same time. Due to my reaction Nelandra told me I could also have one of the cells in the former women’s wing..they are a little bigger but they are haunted. Hm, not really convincing.. I had a look anyway but decided quickly that number 17 is not a bad choice and actually quite cosy. The other cells were a little bigger but pretty dark and somehow scary. 

After I moved into my cell I got to know my fellow “prisoners”: Ireka, Nealandra’s wife (both from Sri Lanka), Rebecca and Rachel from Canada, Tim and Claudia from Germany and Sarah from the USA. In the coming days and weeks also Keara and Rosín from the UK, Suba form Singapore and Odile from France arrived. 

The first night at the prison was interesting. My cell could only be locked from outside and I was a little scared that the others would prank the “newbie” and lock me in. I could also only turn the light on and off from the outside. As the first night was a bit hard, I borrowed a mattress from Claudia’s cell which she didn’t need. It’s the small things that make life big…suddenly my cell was pretty comfortable and cosy. 

The next day started with my first shift at the office. Rebecca explained everything. My job was to greet visitors at the door, explain the two tour options (historic and ghost), take the payment and program and explain the audio devices. To get all the information about the prison, visitors can take a self-guided audio tour through the complex. This tour tells everything about the history or the ghosts at the prison. There is an unwritten rule amongst the staff that you only do the ghost tour on your very last night. So it was time for me to do the historic tour. 

Napier Prison is the oldest prison in New Zealand. It was opened in 1862 and closed only in 1993. It is still in the same condition as it was in 1993. However you would think you travel a few decades further back in time, given the relatively primitive conditions the inmates lived in. The prison has had many former uses besides housing criminals, such as a psychiatric unit, a lighthouse, a meeting venue for Alcoholics Anonynous and a set for the television series “Redemption Hill”. In this series a bunch of troubled teenagers were taken to prison to show them what their life might look like if they don’t get back on track. We even had one of the girls visiting the prison while I was there. Although I didn’t talk to her, she told us that the series really helped her to her life sorted again. 

There are a whole bunch of stories about inmates in the prison. One of them is about a guy who was able to take the toilet in his cell apart and escape through a hole in the wall behind it. For about six years he did that every night. He went to the close by fast-food restaurant or pub and returned later during the night. When he was released he told the wardens about his nightly trips. At first they just laughed and didn’t really take him serious. However they decided to check the cell and put a metal board in front of the hole in the wall.
Part of the tour is also the hanging yard and the graveyard next to it. Legend says that the bodies were buried standing up to prevent their souls from resting to extend their sentence beyond the grave. No wonder many of the ghosts of those inmates are still supposed to walk the corridors of the Napier Prison. Luckily they left me alone. However some of the people living there with me told stories about paranormal things happening while they were there. Although I was just there for a few weeks, I also had a few visitors showing me pictures of shadowy shapes they saw in some of the cells during their visit. 

On Friday, February 13th all those ghosts came to life. Once a month the prison offers “Scary Tours” in which they try to scare visitors as much as possible. We had “scarers” coming in covering themselves in white paint, fake blood and scary costumes. They are hiding in the cells and corridors and make the visitors believe in every single ghost story told along the tour….Suba and I decided to escape the scary night and went to the cinema instead. When we came back there was still a tour going and the screams of scared visitors were to be heard all over the prison….scary…one way or another.

Besides my reception work, I was also working on two audio tours about Athens and Istanbul. I had to proofread them first and then also recorded them. In the recording studio Claudia and I felt like Modern Talking 2.0 …just better J The tours are sold to cruise ships. The passengers can buy them and go on an audio tour through the city. In Athens and Istanbul they will do that with my voice in their ears :)

As I received an invitation to an interview in Kaikoura, I had to cut my time in Napier a week short and was released on February 23rd, due to good conduct :)

Even though some of the rules in prison were a bit different (no showering or laundry during the opening hours (between 9am and 6pm), and we had to wear our black and white striped uniform all day on cruise ship days even if we weren’t working) I had three interesting and fun weeks in prison.
It was good for me to be among people again and to hear about their plans and lives. It was the right thing to get out of my very comfortable comfort zone in Christchurch [for which I am more than thankful!] for a while and make New Zealand my personal adventure again.

And who can say they lived in a prison cell for a while?! 

Kia Ora, Jule

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