Donnerstag, 2. Oktober 2014

Diagnose: Reisefieber



Es ist soweit, nach gut fünf Jahren geht wieder der Flieger und ich sitze drin. Ziel: Neuseeland. Wenn ich in den letzen Wochen und Monaten erzählt habe, dass ich ins Ausland gehe, haben die meisten gefragt wohin. Als sie Neuseeland gehört haben, kam aber meist ein wissendes Kopfnicken zurück…Ja, die Faszination hat mich nicht los gelassen. Nachdem ich vor zwei Jahren noch einmal für einige Wochen zum Urlaub am anderen Ende der Welt war stand fest: ich will nochmal hin und ich will dort arbeiten.
Der Plan ist nun also mit dem sogenannten „Working Holiday Visum“ (landläufig bekannt als Work & Travel) nach Kiwi Paradise zu fliegen und dort dann zu versuchen einen Job zu kriegen. Und mit Job meine ich eine Anstellung in meinem tatsächlichen Beruf. Ich möchte im Naturschutz oder Nachhaltigkeitsmanagement eines Unternehmens arbeiten und Auslandserfahrung sammeln.
Dazwischen liegen jetzt aber erst einmal noch vier Wochen Urlaub in Mexiko, Belize und Guatemala. Morgen Mittag geht der Flieger Richtung Cancun. Dort treffe ich mich mit meiner Kommilitonin und sehr guten Freundin Rosalyn und wir genießen für vier Wochen mit einer geführten Kleingruppenreise die Strände, Maya Ruinen, Tiere und Pflanzen Mittelamerikas.
Ende Oktober sind wir dann bei der Hochzeit einer Guatemaltekin eingeladen. Wir kennen uns aus dem CISV Sommercamp, an dem ich im Dezember 2008 mit einer deutschen Delegation teilgenommen habe. Ich werde hier auch einige andere CISV Gesichter wieder treffen und freue mich sehr darauf nach fünf Jahren mit allen Claudias großen Tag zu feiern.
Nach der Hochzeit geht es dann über El Salvador, LA und Auckland nach Christchurch zu Michelle und ihrer Familie. Dort werde ich die erste Zeit unterkommen, während ich meine Masterarbeit beende und nach einem Job Ausschau halte.
Ein Jahr lang habe ich Zeit noch einmal meinen großen Traum zu leben und ich freue mich wahnsinnig darauf. Der Abschied fühlt sich dieses Mal anders an..vor fünf Jahren war ich nicht wirklich nervös, weil durch die Uni irgendwie alles organisiert war. Diesmal hängt alles von meinem Engagement ab..bekommen ich einen Job? Wenn ja, wo und wann? Alles offen…
Dafür war vor fünf Jahren der Abschied von Freunden und Familie schwerer. Dieses Mal weiß ich, dass der Kontakt nicht abreißt und ihr genauso an meinem Leben teilhaben werdet, wie ich an Eurem..nur eben nicht aus Bonn, sondern aus Neuseeland.

Ein Spruch von Hans Christian Andersen hat mich die letzten Wochen begleitet:

“To move, to breathe, to fly, to float,
To gain all while you give,
To roam the roads of lands remote,
To travel is to live."

In diesem Sinne stürze ich mich also mal wieder voll ins Leben! Ihr dürft gespannt sein was mich erwartet…ich bin es auch! ;)

Eure Jule

1 Kommentar:

  1. So, jetzt gehts dann wirklich zu den Kiwis, letzte Nachricht vom Schwesterlein um 4:34h: "Viele Grüße aus LA"

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