Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Und wieder mal kommt Weihnachten völlig unerwartet und plötzlich ;) ...Ich hoffe ihr habt alle Geschenke zusammen und könnt Euch entspannt neben den Weihnachtsbaum setzen.

Ich werde in diesem Jahr völlig andere Weihnachten verbringen als sonst zu Hause. Völlig anders? Naja, vielleicht nicht so ganz. In den letzten Wochen ging es hier vorweihnachtlich hoch her...Eigentlich genau wie bei uns in Deutschland auch. Weihnachtsdeko an jeder Ecke, Weihnachtsmusik und BandAid 30 bis zum abwinken, und volle Einkaufszentren überall.
Auch hier wird geplant wer, wann bei wem vorbei kommt und es gibt, wie bei uns auch: VIEL zu Essen! Und auch hier in Neuseeland geht es an Weihnachten um die Familie und um Geschenke. 

Trotzdem fühlt es sich einfach nicht wirklich wie Weihnachten an. Warum? Die Jahreszeit - SOMMER. Der Adventskalender wird im Kühlschrank aufbewahrt, Glühwein schmeckt im Moment einfach nicht und das Plätzchen backen muss man schonmal um nen Tag verschieben, wenn plötzlich 27 Grad gemeldet sind.
Christian und ich haben unsere Weihnachtsbäckerei also um einen Tag verschoben. Das Wetter hat dann dankenswerter Weise auch mitgespielt und bei Regen und 15 Grad kommt dann doch fast sowas wie Weihnachtsstimmung auf..

Mein aller erster Stollen :) Und er war verdammt lecker!

"In der Weihnachtsbäckerei..gibt es manche Leckerei..." *sing*

Weihnachtsmärkte gibt es hier nicht. Aber dafür "Christmas in the Park": eine interessante Veranstaltung, bei der die ersten 15 Minuten von einem Kinderchor Weihnachtslieder gesungen werden und danach regionale Künstler ihre Hits zum Besten geben. Natürlich darf auch ein Auftritt des Weihnachtsmanns nicht fehlen, der ebenfalls ordentlich die Bühne rockt. Also im Großen und Ganzen ein Open-Air-Konzert für die ganze Familie mit Weihnachtsbaum.
Ich konnte nicht widerstehen und musst natürlich eine Nikolausmütze kaufen :)

Christmas in the Park: Familien Open-Air mit Weihnachtsbaum und Santa Claus


In den Einkaufszentren schallen, wie bei uns auch, Weihnachtslieder durch die Gänge. Hin und wieder aber unterbrochen von live Auftritten örtlicher Schulen. Caleb hat in der Mall hier um die Ecke gesungen. Natürlich war ich als Fan mit von der Partie :)

 Der Weihnachtsbaum ist hier so ein Thema...Ab dem 01.12. wird offiziell dekoriert. Das heißt auch, dass ab diesem Tag der Baum gestellt wird. Zwar gibt es auch echte Bäume zu kaufen, die meisten Kiwis greifen aber auf die ewig halbare Plastik-Version zurück. Bei uns hier im Haus gab's dieses Jahr mal was sehr futuritsiches :)
Man mag davon halten was man will, aber eines wird deutlich. Auch hier in Neuseeland geht es um die Geschenke unter dem Baum :) Ein bißchen gemein, dass sie da so lange vor einem liegen und man einfach nicht weiß was drin ist. Caleb hat entsprechend einige Theorien aufgestellt :)
Ach ja, und die Geschenke gibt es hier am "Christmas Day", also am 25.12. den Heiligabend, der bei uns ja der Beginn des Ganzen ist, ist hier eher wie bei uns der 23.12. hektisch, letzte Panik-Weihnachtskäufe und irgendwer steht in der Küche und bereitet vor.

Ich werde mich heute Abend (Heiligabend) gemeinsam mit Michelle auf den Weg zu einer anglikanischen Kirche machen. Michelle kennt den Pfarrer und wurde gefragt, ob sie eine Lesung übernehmen würde. Vor zwei Jahren waren Heiko und ich ebenfalls in der Kirche...Interessante Erfahrung: Mitternachtsmesse inkl. Ansage der Notausgänge im Falle eines Erdbebens und die Garderobe mit Shorts und Flip-Flops eher sommerlich-lässig. Trotz allem sorgen die gesungenen Weihnachtslieder ein bißchen für besinnliche Stimmung. Für mich ist der Besuch des Gottesdienstes vor allem ein irgenwie festlicher Beginn der Weihnachtsfeiertage und gehört einfach irgendwie dazu.

Am 25.12. beginnt der Tag dann hier zunächst mit einem Familienfrühstück, zu dem auch Michelles Eltern kommen. Zum Mittagessen geht es dann zu Jasons Familie und abends ist "Open House" bei Freunden. Ein bißchen wie "Glühwein uff de Gass" ;)

Am 26.12. gehts für mich dann ins Camp. Als internationaler Staff betreue ich ein CISV Step Up Camp. Delegationen aus 9 Ländern kommen nach Christchurch, um hier gemeinsam drei spannende und ereignisreiche WOchen zu verbringen. Wenn ihr dazu mehr erfahren wollt schaut in den nächsten Wochen mal hier https://chchstepup.wordpress.com/ vorbei. Das ist der Blog zum Camp, den ich ebenfalls schreibe :)

Ich wünsche Euch allen wunderschöne Weihnachten! Genießt ein paar schöne, hoffentlich friedliche und entspannte Tage mit Euren Lieben nah und fern und

Eure Jule



Englisch Version:

It happened again..as every year, Christmas suddenly happened and it came out of nowhere ;) .. I hope you got all your presents and can sit relaxed next to the tree.

My Christmas this year will be completely different. Completely different? WEll, maybe not completely. In the last couple of weeks the Christmas spirit was everywhere...just like in Germany. Christmas decoration in every corner, Christmas music and BandAid30 till the cow comes home [side note..I just learned this expression and I love it ;) ] and crowded malls everywhere.
Just like at home everyone plans who comes to see who and when and there is HEAPS of food involved. And here as well it's all about family and presents.

It still doesn't feel like Christmas though. Why? The season - it's summer! The advent-calender is stored in the fridge, mulled wine just doesn't taste as good at the moment and the Christmas baking has to be postponed if the forecast suddenly predicts 27degrees for the day. So Christian and I posponed out baking session for one day and with 15 degrees and rain, it was perfect and it almost really felt a bit like Christmas back home :) [I made my very fist Stollen and it was delicious!!]


 There are no Christmas markets here. But we have "Christmas in the Park": an interesting event at which the first 15minutes are Christmas carols sung by the local kids choir. After this it's local artists singing their songs and covering all sorts of pop music. Of course a special guest cannot be missed: Santa Claus...and yeah, he rocked that stage...literally. So generally speaking: a big open air concert for the whole family with a Christmas tree.

The malls are full of Christmas songs. Every now and then interrupted by live performances of the local schools. Caleb had his performance in the mall around the corner, so of course I went around and listened.



A special topic around here: the tree. From December 1st it is officially ok to decorate your house. THis also means you can put up your Christmas tree. Although you can buy real trees, most kiwis stick to the everlasting plastic version. At our house the tree this year is rather futuristic (and multi-functional..with the blossoms it can easily also be used for Easter ;))
You can like the tree or not, the picture shows: it's all about the presents under the tree. Just like back home :) A little mean though, having those presents infront of you all the time not knowing what it is. Caleb hence came up with quite a few theories. But he has to wait one more day. The big day here is the 25th December or "Christmas Day". Christmas eve, the 24th is basically what the 23rd is at home. it's hectic, used for some last minute Christmas shopping and someone is in the kitchen cooking the food for the neyt day.


Tonight, I will be going to an anglican church together with Michelle. She was asked to do a reading.  Two years ago I went to the church in Wellington with Heiko....an interesting experience: midnight mess including the announcement of the emergency exits in case of an earthquake. And the dress code was with jandals and shorts rather casual. Depsite all that, the Christmas chorals do add some festivity to Christmas and for me they just have to be a part of it.

On the 25th, the day starts with a family breakfast with Michelles parents. For lunch we are heading to Jasons family and in the evening it's an "open house" at a friends place. A bit like our tradition at home of having mulled wine with the whole neigbourhood on Christmas Eve.

On the 26th, I start my travel to another world...for three weeks I will be international staff at a CISV Step Up Camp. Delegations from 9 countries are coming to Christchurch to spend time together and learn about each other. If you would like to know more about this camp, follow our blog (also written by me) https://chchstepup.wordpress.com/.


I wish all of you some wonderful Christmas day with your loved ones near and far! Enjoy some hopefully peaceful and relaxing days!!

Eure Jule

Samstag, 6. Dezember 2014

Let's get personal...


Anstatt Reisebericht wird es heute mal ein bisschen persönlich. Am Wochenende ist es also soweit…die große 30 steht vor der Tür..Ja ich weiß, viele von Euch werden mich jetzt müde belächeln. Ihr dürft gern auf das kleine x in der rechten Ecke Eures Bildschirms klicken und ich lasse Euch wissen, wenn‘s den nächsten Reisebericht gibt ;) oder ihr lest weiter und lernt mich vielleicht noch ein bisschen besser kennen :) 

Ich habe mich selbst in den letzten Wochen immer wieder dabei erwischt, wie ich darüber grübele und rätsele ob sich mein Leben wohl mit 30 ändern wird. Naja, wenn ich mal die letzten Monate seit meiner Entscheidung nochmal nach Neuseeland zu gehen Revue passieren lasse, hat sich bereits seit August jede Menge verändert:


Ich hatte einen Job, der mir viel Spaß bereitet hat. Natürlich habe ich auch viel gemeckert..wer tut das nicht. Aber im Großen und Ganzen kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass ich das Glück hatte, dass mein erster Job direkt ein Volltreffer war und ich ihn mit großer Freude gemacht habe. Einziger Haken: Projektverträge..Außerdem habe ich im letzten Jahr keine wirkliche Chance für eine echte Weiterentwicklung gesehen. Ich gehöre zu der Gruppe von Leuten, die anderen die jammern gern den Ratschlag geben: hör auf zu meckern und änder was. Gesagt getan. Erste Veränderung: Nach Ende meines Vertrags tatsächlich meinen Job verlassen (und nicht ohne die ein oder andere Träne und weiterhin regelmäßigen WhatsApp-Updates vom Chef und Kollegen). 


Nächste Veränderung: Wohnung aufgeben und Bonn verlassen. Auf gar keinen Fall ein leichter Schritt. 
Als ich im Februar 2011 nach Bonn gezogen bin, hatte ich absolut keine Vorstellung von der Stadt..Die obligatorischen Schulbesuche im Bundestag, die meine Geschwister mitgemacht haben, gab‘s für mich nicht. Da war schon Berlin angesagt... Zwar kann ich mich noch an „Bericht aus Bonn“ erinnern, aber nur noch wage. 
Im Gegensatz zu Köln, Berlin, München oder Frankfurt, bei deren Nennung ich immerhin eine Skyline oder Sehenswürdigkeit vor Augen habe, war Bonn ein ziemlich weißer Fleck auf meiner persönlichen Deutschlandkarte. Das hat sich DEFINITIV geändert!!! Ich hatte 3,5 tolle Jahre in Bonn. Ich habe ohne weiteres und in null-Komma-nichts wunderbare Freunde gefunden und es ist mir sehr schwer gefallen mich zu verabschieden. Und am 11.11. und zu Karneval werde ich Bonn und meine Freunde dort noch ein bisschen mehr vermissen!
  
 Dritte Veränderung: Ich habe meinen Master of Business Administration beendet..naja, so gut wie..die Masterarbeit ist fertig und wird gerade Korrektur gelesen..
Vierte Veränderung: Ich habe ein Flugzeug bestiegen, bin 4 Wochen durch Mittelamerika gereist und mittlerweile seit gut einem Monat in Neuseeland. Was mich hier erwartet..Ehrlich gesagt: keine Ahnung.

Also, schon jede Menge Veränderungen bereits vor meinem neuen Lebensabschnitt..wenn es das denn ist..Ich nehme an, wenn ich am Sonntag aufwache werde ich mich (vielleicht abgesehen von einem potentiellen Kater auf Grund des ein oder anderen alkoholhaltigen Erfrischungsgetränk) nicht viel älter oder anders fühlen..

Wieso also plötzlich die viele Grübelei? Ändern kann ich es ja doch nicht. Ich glaube, dass es in diesem Fall keine Veränderung meinerseits ist, die mich nervös macht. Ich glaube es ist eher die Sorge, wie mich andere jetzt möglicherweise sehen. „Hm, Du bist 30..willst Du nicht langsam mal einen festen Job?“ Ja! „Willst Du nicht mal sesshaft werden?“ Doch! „Und eine Familie gründen?“ Doch, ja! Ich kann Euch beruhigen..ja, ich will das alles. Nur passen im Moment die Rahmenbedingungen leider einfach noch nicht..Alleine macht sesshaft werden keinen Spaß..und Familie gründen ist etwas schwierig..und das mit dem Job..tja, mal sehen. Wieso sollte ich also bis es soweit ist nicht mein Leben einfach trotzdem in vollen Zügen genießen? Ich musste vor einigen Jahren schmerzhaft erfahren, wie schnell das alles rum sein kann und lebe seit dem nach dem Motto: wie es kommen soll, kommt’s und ich mache das Beste draus, egal wie ES aussieht!! Also habe ich meine sieben Sachen (oder 20kg Reisetasche gepackt) und mich auf den Weg in ein neues Abenteuer gemacht, um noch einmal Zeit in einem Land zu verbringen, in dem ich mich sehr wohl gefühlt habe und das ich mit unglaublich guten Freunden verbinde. 

New Zealand Reuinon Nummer 5 in München.
Viele haben mir gesagt wie mutig sie meinen Schritt finden..und ich finde es gibt so viele Menschen, die so viel mutiger sind als ich. Ich bin in ein Land gegangen, dass ich kenne. Ich wohne bei meiner zweiten Familie, die mir den Start hier bereits jetzt so unfassbar leicht gemacht hat, dass ich gar nicht genug dafür danke sagen kann. Und ich bin in einem Land in dem die Devise „no worries“ nicht nur großgeschrieben sondern gelebt wird und es immer einen Weg gibt. Sagen wir einfach ich habe die Gelegenheit genutzt, die sich mir geboten hat. 

Ich werde das Wochenende also erst mal mit ordentlich feiern verbringen. Außerdem geht’s am Sonntag an den Strand. Ganz egal wie das Wetter ist. Ich habe immerhin sonst im Winter Geburtstag..und den Weihnachtsmarkt tausche ich in diesem Jahr mit Sommer und Strand ;) 

Und ab Montag geht es weiter mit der Devise: Wie es kommen soll, kommt’s. Und ich tue alles dafür, auch mit 30 ein verdammt glückliches (und gern hin und wieder auch verrücktes) Leben zu leben…so wie bisher..nur eben ein Jahr älter :) Bring it on 30!

Eure Jule









Let's get personal (english version)

Instead of a travel blog we are getting a little personal today..The weekend is around the corner and with it the big dirty 30 for me…Yes I know, a lot of you might mildly smile about me now. You are welcome to just click on that little x in the upper right corner of your screen (no idea how it works on a mac, sorry) and I’ll let you know when the next travel blog is up. Or you keep reading and might get to know me a little more. 

In the last few weeks I found myself thinking a lot about my birthday and the question if my life would change with 30. Well, looking back at the last few months since I made my decision to return to New Zealand, quite a few things have already changed.

I did have a job that I really enjoyed. Of course I was moaning…who isn’t really?! But generally speaking, I can happily say that I was lucky. My first job was a direct hit and I really enjoyed it. The only catch: temporary contracts..Also, I didn’t really see a chance for a professional development during the last year. I belong to the group of people who tell others that are moaning to stop complaining and change something. No sooner said than done! First change: After my contract finished I actually left my job (not without shedding a tear or two and still receiving regular updates by my boss and colleagues).

Next change: Giving up my apartment and leaving Bonn. Certainly not an easy step! When I arrived in Bonn in February 2011, I had absolutely no idea about the city. The obligatory school visits to the capital and government that my brothers went on, weren’t an option for me..by the time Berlin was already called for. I still remember the news show “Report from Bonn”, but only vaguely. If someone mentioned Cologne, Frankfurt, Berlin or Munich I immediately was able to picture the skyline or a landmark. Not so with Bonn. It was basically a white spot on my personal Germany map. This has DEFINITELY changed! I had 3,5 amazing years in Bonn. In no time I found wonderful friends and it was very hard to say goodbye and leave. I will miss them even more on 11.11. and carnival!!
Third change: I finished my MBA program. Well, almost..my thesis is done and is currently undergoing proof reading..

Fourth change: I boarded a plane, toured around Central America and am in New Zealand for about a month now. What to expect here..honestly: I have absolutely no clue. 

So quite a few changes even before the new chapter in my life…if it is a new chapter..I assume when I wake up on Sunday I won’t feel much older or different (maybe apart from the hang over caused by the one or the other alcoholic beverage)..
So why suddenly all the musing? I can’t really change the situation anyway. I think it is not so much changes for my part that I am nervous about. I think it is more the fear of how people might see me now. “Hm, you’re 30…don’t you want a permanent job?” Yes! „Don’t you want to settle down?“ Of course! „And start a family?“ Of course, yes! I can assure you: yes, I want all of that! But right now, the general conditions are unfortunately not right yet…settling down alone is just half the fun..starting a family is a little tricky alone…and the job…well, we’ll see. So why shouldn’t I just enjoy life to the full until the general conditions are right?! A few years ago I had to experience painfully how sudden life can be over. Ever since I live my life following the motto: What will happen, will happen and I make the best of whatever it is that happens. So I packed my belongings (or my 20kg bag) and started a new adventure to spend more time in a country that I felt very good in and that I associate with incredible friends.
Many of you told me how brave I am for making this move. I think there are so many people out there who are so much more courageous than I am. I moved to a country I know. I live with my second family, who made the start here for me so incredibly easy that I don’t know how to actually ever thank them for it. And I moved to a country where the slogan “no worries” isn’t just words but an attitude to life and there is always a way. Let’s just say I used an opportunity rather than being brave. 

I will definitely celebrate and party this weekend. I will spend Sunday at the beach. No matter what the weather will be like at least I finally have a summer birthday and can exchange Christmas market and Glühwein for summer and beach ;) 

And on Monday I keep living according to the motto: what will happen, will happen. And I make sure to do everything I can to live a damn good and happy (and sometimes a little crazy) live with 30…just like I did so far..just one year older J Bring it on 30!

One thing before we start the party: PLEASE, no happy birthday wishes before Sunday..It means bad luck in Germany and I really don't need that ;) 

Kia ore
Jule

Sonntag, 9. November 2014

Welcome back Neuseeland

Gut 1,5 Wochen bin ich nun wieder in Neuseeland. Zeit also für ein kurzes Update.
Die vier Wochen in Mittelamerika waren super. Angefangen von Maya Tempeln, schnorcheln am zweitgrößten Korallenriff der Erde umrundet von Ammenhaien, Rochen und Schildkröten, bishin zu einer traumhaft schönen Hochzeit von Claudia und Matt in Traumkulisse und anschließender Party mit Freunden. (Sobald meine Masterarbeit fertig ist, versuche ich eine ausführliche Reisebeschreibung inkl. Fotos zu posten.).

Kia Ora, welcome to Christchurch
Und dann ging es am 27.10. für 35 Stunden rund um den Globus...Vier Flugzeuge, dreimal umsteigen, vier Länder, vier Währungen und gefühlte drei Millionen Zeitzonen später hieß es dann: "Kia Ora, welcome to Christchurch". Die Landung in Christchurch war mit Abstand der schlimmste Teil der vielen Flugstunden...Immerhin hatten die Sturmböen vom Morgen ein wenig nachgelassen..trotzdem gab es doch ordentlich Turbulenzen und ein lautes "wow, that was a good one" ging dabei dreimal durchs ganze Flugzeug.
Bereits seit meiner Zwischenlandung in Auckland war das breite Grinsen in meinem Gesicht Programm und ich wäre beinahe durch die Zollkontrolle gehüpft. Vielleicht war es die pure Übermüdung, vielleicht aber auch die Tatsache, dass ich realisiert habe, dass mein Plan jetzt Gestalt annimmt: Ich bin wirklich zurück in Neuseeland.
Noch vor dem Gepäckband empfing mich dann Michelle in Christchurch mit dem gleichen Lächeln im Gesicht und einer herzlichen Umarmung. "Welcome back! It feels like you never left"
("Willkommen zurück! Es fühlt sich an, als wärst Du nie weg gewesen"). Ja, ich bin gelandet und es ist kein merkwürdiger Traum, den ich zusammengerollt auf zwei Flugzeugsitzen träume.

Der Willkommens-Korb voll mit originalen Kiwi-Goodies
Michelle, Jason und Caleb haben mich wie immer mit offenen Armen (und einem original Kiwi-Goodies-Welcome-Basket) empfangen und es ist schön wieder hier zu sein.

In den 1,5 Wochen, die ich nun wieder in Aotearoa bin ist sonst noch nicht viel passiert. Das liegt vor allem an meiner Masterarbeit..(Anmerkung der Redaktion: der letzte Teil eines Masterprogramms, dass sich von "sehr cool und super interessant" leider zum absoluten Albtraum entwickelt hat. Natürlich abgesehen von den Freundschaften, die sich gebildet haben. Sonst wäre ich womöglich allein durch Mittelamerika getourt ;) ) Diese ominöse Masterarbeit ist also gerade mein Hauptfokus. Und sie neigt sich Gott sei Dank dem Ende!!! (woohoo!) So langsam fällt mir nämlich sonst auch die Decke auf den Kopf.. (ja, das ist auch in Kiwi Paradise möglich ;) )
Sobald also die letzte Seite geschrieben ist, geht die Jobsuche los. Einen Nebenjob, der mich beschäftigt und für das nötige Kleingeld sorgt bis ich was Richtiges habe, habe ich bereits in Aussicht. Fingers crossed, wie man hier so schön sagt.

Wie ihr seht, geht es mir hier sehr gut und ich hoffe, dass in den kommenden Wochen ein wunderschöner, ereignisreicher und aufregender Kiwi-Sommer vor mir liegt.

Kia Ora,
Eure Jule


English Version :)
As I know that the English speaking audience for my blog has grown since I was here last time, I will try to also give you the updates in English..

For about 1.5 weeks I am back in New Zealand now. So it's time for a short update.
The four weeks in Central America were amazing. Starting from Mayan temple ruins, snorkling at the world second biggest coral reef surrounded by nurse sharks, rays and sea turtles, up to a phantastic dream like wedding of Claudia and Matt infront of a breath-taking scenery and the party with friends afterwards. (As soon as I finish my thesis, I will try to post a travel post with pictures.)

On Oct 27th it was time for another long-distance travel. 35 hours around the globe. After four planes, four countries, four currencies and what felt like 3 million time zones, I could hear the pilot say: "Kia ora, welcome to Christchurch". The landing in Christchurch was by far the worst part of all those hours on the plane. Although the gale force winds from the morning had died down a bit, we had major turbulences of which three lead to a major "wow, that was a good one"-sound by the whole plane.
It was already during the stopp-over in Auckland when my whole face turned into a big smile and I felt like I wanted to skip through the customs check. Maybe it was the pure overfatigue, but maybe it was the moment when I realised that my plan was actually turning into reality: I am back in New Zealand.
Just before making my way to the baggage claim in Christchurch, I was already welcomed by Michelle with a hug and a smile that was as big as mine. "Welcome back! It feels like you never left". Yes, I actually arrived and this is not a weird dream, dreamt being curled up on two seats on the plane.
As usual Michelle, Jason and Caleb welcomed me to their home with open arms (and a original Kiwi-Goodies-Welcome-Basket) and it feels great to be back.

In the last 1.5 weeks since I arrived to Aotearoa not much happened otherwise. This is mainly due to the Master thesis which I have to finish. (Editor's note: the thesis is the last part of a masters programm which unfortunately turned from "very cool and super interesting" into a real nightmare. Of course apart from the friends I found during the time. Maybe I would've toured through Central America alone otherwise.. ;) ) So my main focus at the moment is this thesis. And thank god, it's luckily coming to an end (woohoo!) as I slowly start developping a cabin fever (yep even in Kiwi Paradise that's possible)! 
As soon as the last page is done, the job hunt officially starts. Potentially I already have a part-time job that will keep me busy and the bank account relaxed until I have a proper job. Fingers crossed!

As you can see, I am doing fine and I hope that in the coming weeks I have a wonderful, eventful and exciting Kiwi summer ahead of me.

Kia Ora,
Jule

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Diagnose: Reisefieber



Es ist soweit, nach gut fünf Jahren geht wieder der Flieger und ich sitze drin. Ziel: Neuseeland. Wenn ich in den letzen Wochen und Monaten erzählt habe, dass ich ins Ausland gehe, haben die meisten gefragt wohin. Als sie Neuseeland gehört haben, kam aber meist ein wissendes Kopfnicken zurück…Ja, die Faszination hat mich nicht los gelassen. Nachdem ich vor zwei Jahren noch einmal für einige Wochen zum Urlaub am anderen Ende der Welt war stand fest: ich will nochmal hin und ich will dort arbeiten.
Der Plan ist nun also mit dem sogenannten „Working Holiday Visum“ (landläufig bekannt als Work & Travel) nach Kiwi Paradise zu fliegen und dort dann zu versuchen einen Job zu kriegen. Und mit Job meine ich eine Anstellung in meinem tatsächlichen Beruf. Ich möchte im Naturschutz oder Nachhaltigkeitsmanagement eines Unternehmens arbeiten und Auslandserfahrung sammeln.
Dazwischen liegen jetzt aber erst einmal noch vier Wochen Urlaub in Mexiko, Belize und Guatemala. Morgen Mittag geht der Flieger Richtung Cancun. Dort treffe ich mich mit meiner Kommilitonin und sehr guten Freundin Rosalyn und wir genießen für vier Wochen mit einer geführten Kleingruppenreise die Strände, Maya Ruinen, Tiere und Pflanzen Mittelamerikas.
Ende Oktober sind wir dann bei der Hochzeit einer Guatemaltekin eingeladen. Wir kennen uns aus dem CISV Sommercamp, an dem ich im Dezember 2008 mit einer deutschen Delegation teilgenommen habe. Ich werde hier auch einige andere CISV Gesichter wieder treffen und freue mich sehr darauf nach fünf Jahren mit allen Claudias großen Tag zu feiern.
Nach der Hochzeit geht es dann über El Salvador, LA und Auckland nach Christchurch zu Michelle und ihrer Familie. Dort werde ich die erste Zeit unterkommen, während ich meine Masterarbeit beende und nach einem Job Ausschau halte.
Ein Jahr lang habe ich Zeit noch einmal meinen großen Traum zu leben und ich freue mich wahnsinnig darauf. Der Abschied fühlt sich dieses Mal anders an..vor fünf Jahren war ich nicht wirklich nervös, weil durch die Uni irgendwie alles organisiert war. Diesmal hängt alles von meinem Engagement ab..bekommen ich einen Job? Wenn ja, wo und wann? Alles offen…
Dafür war vor fünf Jahren der Abschied von Freunden und Familie schwerer. Dieses Mal weiß ich, dass der Kontakt nicht abreißt und ihr genauso an meinem Leben teilhaben werdet, wie ich an Eurem..nur eben nicht aus Bonn, sondern aus Neuseeland.

Ein Spruch von Hans Christian Andersen hat mich die letzten Wochen begleitet:

“To move, to breathe, to fly, to float,
To gain all while you give,
To roam the roads of lands remote,
To travel is to live."

In diesem Sinne stürze ich mich also mal wieder voll ins Leben! Ihr dürft gespannt sein was mich erwartet…ich bin es auch! ;)

Eure Jule