Am 5.September gings los. Um 7Uhr versammelte sich der komplette "Life in arid lands"-Kurs, noch einigermaßen verschlafen, am Bahnhof in Sydney. Und los ging die 17stündige Anreise...7 Stunden Zug, 8 Stunden Bus und 2 Stunden Kleinbus von der Uni.
Im Zug hatten Sally und ich die erste hysterische Attacke, da wir unsere ersten echten Käguruhs gesehen haben :D Ja, nur kurz und aus dem Zug, aber immerhin :)
Nun ja, nachdem wir dann um 1 Uhr nachts nach unzähligen Vollbremsungen und fast überfahrenen Känguruhs in Fowlers Gap angekommen waren, wurden erstmal die Schlafsäcke ausgepackt und geschlafen.
Fowlers Gap ist die Forschungsstation der Uni, die sich mit der Erforschung der ariden (sprich trockenen) Zone beschäftigt.
Tja, und am nächstem Morgen zeigte sich dann, wo wir da eigentlich gelandet waren: mitten im Nichts :D
Welcome to Fowlers Gap, arid lands research station
Voila, der Schlafsaal
2 Stunden entfernt vom nächsten Ort Broken Hill. Und ich weiß es klingt vielleicht ein bißchen merkwürdig, aber dieses mitten im Nichts, bestehend aus rotem Sand, Känguruhs, Schafen und Ziegen war der Hammer! Man klettert auf einen Hügel und sieht rund herum einfach wirklich nur Wüste..Großartig!
Naja, wir waren ja nicht zum Spaß da und los ging die Arbeit für die Uni.
Ready for the work in the desert!
Erstmal hatten wir drei verschieden Pracs (also Praktika). 1. Wirbeltierfallen inkl. den dazugehörigen kleinen Leitzäunen aufstellen. (Die Tierchen laufen dann in der Theorie an diesem mini-Zaun entlang und fallen am Ende in eine Röhre, in der sie dann sitzen bis man die Fallen am nächsten Tag kontrolliert. Wie gesagt, in der Theorie. In der Praxis fängt man vorallem Ameisen...) Naja, Spaß gemacht hats trotzdem.
Go team! Die erste Falle steht!
Erstmal hatten wir drei verschieden Pracs (also Praktika). 1. Wirbeltierfallen inkl. den dazugehörigen kleinen Leitzäunen aufstellen. (Die Tierchen laufen dann in der Theorie an diesem mini-Zaun entlang und fallen am Ende in eine Röhre, in der sie dann sitzen bis man die Fallen am nächsten Tag kontrolliert. Wie gesagt, in der Theorie. In der Praxis fängt man vorallem Ameisen...) Naja, Spaß gemacht hats trotzdem.
2. Prac: Wasservögel beobachten. Ja, richtig gelesen. Wasservögel beobachten in der Wüste :D Klingt komisch, ist aber so ;)
Schön fleißig beobachten :)
Man fährt in einem Jeep mit 12Leuten von Wasserloch zu Wasserloch, setzt sich dort ne halbe Stunde hin und guckt, was man sieht. (Leider wusste unser Betreuer nicht so 100%ig die Abkürzung von einem Wasserloch zum andern und so gabs dann noch ne kostelose 4-Wheel-Drive-Safari dazu :) )
Der Jeep, oder auch die 4WD Safari..
3. Prac war das Grazing Prac. Man mist in bestimmten Abständen von einer Schaftränke wie sich Vegetationsdichte und Schafskniddel verändern. Ja richtig, wir haben Schaf-Scheiße gezählt...(jaja, einige von euch lachen jetzt..Erst Fledermaußsch..., jetzt Schafe :D ).
Ja, wo genau fangen wir jetzt an mit dem zählen??
Ooooh, keine Vegetation :(
Und dann begann der unabhängige Teil der Exkursion. Die Projekte. In Kleingruppen von 4-6Leuten haben wir uns zusammen getan und uns eigene kleine Forschungsprojekte ausgedacht und bearbeitet.
Und hier dürfte (vor allem für die Marburger, die meine Abneigung zu Botanik kennen) eine kleine Überraschung für viele von euch folgen: Ich habe mit meiner Gruppe Mistelzweige und ihre Wirtspflanzen untersucht :) Ja, Botanik..Und das freiwillig :D Aber mit der Gruppe hat es wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich Pflanzen immernoch nicht so wirklich interessant finde ;)
Der erste Mistelzwei wurde geortet :)
So ein paar Stunden in der Hitze in der Wüste lassen einen dann schonmal ein bißchen verrückt werden, was es nur noch lustiger macht :D
Es wurden verschiedenste Techniken zur Fliegenabwehr ausprobiert (Die waren nämlich unglaublich nervig, wenn der Wind weg war).
Und wir wurden von Apostlebirds (Struthidea cinerea) [im deutschen glaube ich Gimpelhäher?] verfolgt und fast tätlich angegriffen..Dabei wollten wir die Beeren vom Baum ja gar nicht..aber so richtig überzeugend waren wir wohl nicht :D
Rund um die Station sind ein paar sehr knuffige Känguruhs herum gefhüpft. Die zwei Jungen leben im Garten der Farmbesitzer und ein erwachsenes Weibchen, Jacky, hat alles versucht um ein paar Leckerbissen abzustauben. Sie lief immer irgendwo in der Nähe des Haupthauses rum und das Beste: Man konnte sie streicheln! Ich kann wirklich nur sagen Känguruhs sind uuuuunglaublich süß :)
Ein Highlight am vorletzten Abend war definitiv, dass wir raus gegangen sind zum star-gazing (Sternengucken). Es war unglaublich! Das Kreuz des Südens, der Skorpion, der Orion, die Milchstraße und ein paar Sternschnuppen..WOW!!! Der Sternenhimmel so weit weg von jeglichen Lichtquellen war der Wahnsinn!
Danach gings dann weiter zum Spot-lighting. Mit dem Jeep fährt man raus und mit zwei Scheinwerfern sucht man dann die Gegend nach Känguruhs und anderen Tieren ab. Wir haben alle drei Känguruharten gesehen, die es in Fowlers Gap gibt. Die western Grey kanagroo Männchen sind schon beeindruckend groß!
Am letzten Abend haben wir dann alle unsere Projekte vorgestellt und dann gabs noch ein paar Drinks, bis wir dann um 1.30Uhr wieder in den Kleintransporter gestiegen und haben uns wieder auf die 17 Stunden Heimreise begeben. Um 21Uhr am 11.September waren wir dann wieder in Sydney.
Und zum Abschluss noch ein paar Impressionen aus der Wüste:
Meister der Tarnung
Reise-Katalog-Fotos :)
Den Rest des Wochenendes habe ich dann die Seele baumeln lassen, denn immerhin war die Woche in Fowlers Gap ja meine Mid-Semester-Break. Aber ich muss sagen es war eine durchaus gelungene Art und Weise meine Ferien zu verbringen. Es hat Spaß gemacht und ich habe wieder einige neue Leute kennen gelernt. Was will man mehr?!
Nun habt ihr also auch nen Eindruck bekommen, woher dieser Sandsturm hier in Sydney kam :)
In diesem Sinne,
staubige Grüße,
eure Jule

Sorry, für das etwas merkwürdige Format, aber irgendwas mochte mein Internet wohl nicht..Naja, beim nächsten Mal wirds besser :)
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