Samstag, 16. Januar 2010

Roadtrip Eastcoast

And here wo go again...Ein weiterer Reisebericht. Diesmal der von Heiko und meinem Roadtrip entlang der Ostküste.
Nach langer Planung und noch längerer Vorfreude gings los. Am 14.Dez um 7.50Uhr waren mal wieder zittrige Knie und jeeede Menge Vorfreude angesagt, bis die Glastür wieder mal aufging :)
Für Heiko gabs dann bei mir zu Hause eine erfrischende Dusche und einen Kaffe und dann gings auch schon gleich weiter. Auf in die City zum Sight-seeing :) Das Wetter war zwar etwas durchwachsen, aber beim ersten Blick auf die Bridge und die Oper ist das ziemlich egal :)yes, you are really in Sydney!!and I am very excited!!
man erkennt schon irgendwie, dass es aussieht wie ne Narrekapp' ;)
"he's got the whole world in his hand" :D


Viel Zeit gabs für Heiko nicht seinen Jetlag auszuschlafen, da er am nächsten Tag gleich mal nen Geschäftstermin hatte. Ich habe während dessen mein Zimmer ausgeräumt und meine restlichen Sachen in das Zimmer von ner Freundin verfrachtet :)
Abends wurde wir dann von Heikos australischem Kollegen nach Darling Harbour zum Essen eingeladen. Übrigens das erste mal, dass ich endlich Känguruh gegessen habe :) Ich fands sehr lecker und kanns nur empfehlen :)

Am 16.Dez ging dann unser Trip los. Zunächst haben wir noch in Sydney ein paar Souvenirs geshoppt. Unter anderem haben wir hier auch unser Maskotchen Paddy bekommen :) als Weihnachtsgeschenk von einer sehr netten Verkäuferin. Und wir haben noch ein paar Bilder von Oper und Bridge bei strahlendem Sonnenschein gemacht :)
Abends ging dann der Flieger nach Cairns. Nach dem einchecken im Hostel sind wir erst nochmal losgezogen um uns die Stadt kurz anzuschauen und eine Kneipe zu finden um auf die Reise anzustoßen :)
Ab dem 17.Dez hatte wir unser Auto gemietet. Nachdem wir uns nochmal bei Tageslicht Cairns ein wenig angeschaut hatten sind wir zur Autovermietung und Heiko durfte gleich mal seine links-fahr-künste unter Beweiß stellen :D Hat er gut gemacht ;)
Da wir ja für unser Australienabenteuer nur zwei Wochen Zeit hatten gings auch direkt weiter Richtung Süden, ab nach Mission Beach. Bei einem kleinen, sehr schönen Bushwalk haben wir uns dann mal gleich mit dem australischen Wildlife vertraut gemacht. Am Anfang wars Heiko, der ein wenig nervös war so durch den Bush zu laufen...aber nur so lange, bis ich plötzlich neben mir diesen achtbeinigen Kollegen (Bild unten) entdeckt habe und einen Satz zur Seite gemacht habe :D Aber wir haben es alle samt heil überstanden :)

Also Ankunft in Mission Beach..sagen wir mal so, interessant..ach ja und voll von Sackgassen!! Es war ein kleines Abenteuer bis wir dann endlich unser Hostel gefunden hatten...Und nicht nur wir hatten das problem. Da war dieser Jeep....der ist uns ständig gefolgt :D Beim dritten Wendehammer haben dann sowohl wir als auch die Besatzung des Jeeps uns nur noch angeschaut und gelacht :D Allerdings haben sie dann wohl doch nach nem anderen Hostel gesucht als wir.
Ansonsten is Mission Beach vor allem eines: Beach! Ziemlich cooler Strand sogar. LEider waren wir ein wenig zur falschen Jahreszeit da. Nicht nur, dass das Meer zu dieser Zeit von kleinen gemeinen, giftigen Quallen wimmelt, die einen nicht unbedingt dazu einladen sollten schwimmen zu gehen..auch Mission Beach an sich ist ziemlich ausgestorben zu Beginn der wet season..Das haben wir dann auch gleich am nächsten Tag festgestellt als wir versucht haben einen Schnorchel-Trip ans Great Barrier Reef zu bekommen. Das nächste Boot würde evtl am Samstag fahren (wurde uns am Donnerstag gesagt). Also gut, nach kurzer Enttäuschung haben wir uns entschieden nicht länger in Mission Beach zu bleiben sondern weiter zu fahren nach Townsville, der nächsten größeren Stadt.

Hier dann die nächste Überraschung als wir erneut versucht haben zum Reef zu kommen. Aussage der netten älteren Dame an der Touristen-Info: "oooh...I hope they still have a place..everything is pretty much bookedout here"...ja richtig, fast alles ausgebucht...Ironie des Schiksals würde ich sagen :D Wir haben den Leuten an der Info dann auch vorgeschlagen sie sollen potentielle Kunden doch einfach nach Mission Beach schicken :DWie dem auch sei, uns wurden dann gleich zwei verschiedene Touren angeboten. Eine zur Magnetic Island und eine zum Reef. Das lustige war, dass wir beide eigentlich nicht wirklich drüber nachdenken mussten. Wir haben der Frau gesagt wir denken drüber nach, haben uns umgedreht um ein Café zu suchen und meinten fast gleichzeitig: "Ich fänds geil, wenn wir beide Touren machen würden" oooook, gesagt getan :)

Am 19.Dez gings also mit dem Boot Jazza und unserem leicht wahnsinnigen Skipper sowie zwei weitern Gästen (Australier) rund um Magnetic Island.
Der erste Kontakt für mich mit einem SChnorchel und außerdem unser beider erster Kontakt mit Korallen und bunten Fischen, die man eigentlich nur aus dem Aquarium kennt. Unser Skipper war nach unserem ersten SChnorchelgang sichtlich beeindruckt als er meinte man hätte sehen können, dass wir Spaß hatten, weil viele Besucher vom Boot runter, einmal durch die Korallen schwimmen und wieder zurück kommen. Wir hingegen sind bestimmt ne Stunde immer wieder im Kreis gepaddelt und wär mir nicht so kalt gewesen wär ich auch noch länger draußen geblieben :D Auf der Tour gabs des weiteren sehr leckere selbst gemachte Pizza, ein weiteres mal schnorcheln und eine Runde boom netting. Dazu wird ein Netz ans Heck des Schiffes gebunden, man lässt sich in dieses Netz gleiten und legt sich hin und dann gibt der Skipper gas :)

Nach diesem schon defintiv extrem gelungenen Tag wurde es noch besser! Am 21.Dez stand er dann endlich an, der Trip zum Great Barrier Reef. Von Townsville aus gings am 20.Dez nach Airlie Beach. Von hier aus gings mit dem Boot 2std lang durch die Whitsunday Islands (gebt mal bei Google White haven beach ein ;) )
hin zum Schwimm-Pontoon am Reef. Erste Amtshandlung: passenden Stingersuit aussuchen (die gemeinen Quallen sind hier draußen zwar lang nicht mehr so verbreitet, aber es bitzelt immernoch ganz nett, wenn sie einem durchs Gesicht schwimmen..ja, ich hab mehrere etwas näher kennen gelernt, nix schlimmes, keine Sorge!), dann die Taucherbrille, Flossen, Schnorchel uuuuund fertig zum schnorcheln..auf ins Wasser, Nemo suchen!
Und nicht nur das: ich habe außerdem einen Tauchgang gewagt ich weiß, ich seh dämlich aus, aber das Zeug ist verdammt schwer!!!
Schwerelos im Wasser...man, da fällt einem das ruhig und gleichmäßig atmen nicht immer ganz leicht :D

und Heiko einen Helikopterflug und Heiko hat auf seinem Rundflug nicht nur Haie und Rochen gesehen, er hat auch mein neues Hintergrundbild für meinen PC geschossen :) cheers bro ;)

Zum Abschluss gings dann nochmal ins Glas-Boden-Boot. Nemo hat sich nicht blicken lassen, aber dafür jede Menge exotische Fische, Korallen und Schildkröten!!! Für mich war das definitiv das Highlight unseres Trips und ich kann als Biologin beruhigt sagen: "ja, ich war da und es war der Hammer!" :D

Am 22.Dez gings dann weiter zu unserem Zwischenstop in Rockhampton. "Beef capital of Australia" wie gesagt, es war nur ein ZWischenstopp auf unserem Weg zu unserem Weihnachtsquartier, aber dafür definitiv das beste Abendessen während des ganzen Trips! Känguruh, Krokodil und Rind vom heißen Stein...yummi :)

Vom 23.-27.Dez haben wir dann ein bißchen Pause in Hervey Bay gemacht und Weihnachten hier verbracht. Auf dem Weg haben wir sogar ein weiteres Tier unserer Wildtierliste hinzufügen können..Gott sie Dank war mal wieder kein Auto hinter uns, als ich ne Vollbremsung hingelget habe und gerufen habe: "Dingo, Dingo, Kamera, schnell" :D good job Heiko ;)

Weihnachten haben wir dann mal standesgemäß mit einer All-Rad-Safari auf Fraser Island an Heilig Abend eingeläutet. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und ein Allrad-Fahrzeug ist mehr als empfehlenswert, da es sage und schreibe ca. 200m asphaltierte Straße auf der ganzen Insel gibt. Der Rest: Sandpisten! und da es seit knapp 6Monaten nicht mehr geregnet hatte waren diese auch besonders trickreich zu fahren.
Erste Station auf der Insel: Lake Birrabeen. Die Seen auf der Insel sind alle Süßwasserseen. An diesem ersten Stop wurde unser Satz des Tages und wohl auch das Motto von Weihnachten 2009 für uns von einem unserer deutschen Mitreisenden geprägt. Viele von euch werden den Satz schon von Postkarten kennen: "So hab ich mir weiße Weihnachten vorgestellt"...Bilder sagen hier mehr als 1000 Worte ;)
Auf dem Weg zum zweiten Stopp des Tages wurden uns dann die trickreichen Sandverhältnisse zum Verhängnis: wir haben uns fest gefahren. Unser "uraustralischer" Fahrer Henning wusste aber Rad und so hat uns der große Tourbus des Unternehmens den Berg hochgeschleppt..Wir sind allerdings gelaufen..ich sogar barfuß, da sich kurz zuvor mein einer Flip-Flop verabschiedet hat. Für Skifahrer stellt euch folgendes vor: Tiefschnee, ihr macht ne Rolle vorwärts und euer Skistock....ja, aber grad war er doch noch neben mir...tja, wenn man aus dem Bus aussteigt und mal direkt bis zum Knie im Sand steckt, dann geht son Flip-Flop schonmal verloren. Und der zweite hat auch nachgegeben Kommentar von Henning: Wer braucht auf ner Sandinsel schon Schuhe!? ja, irgendwie wahr :D
Nach sehr leckerem Mittagessen gings weiter zu den coloured Sands, dem Wrack der Maheno
sowie Eli creek, einem malerischen kleinen Bach voller Touristen :)
ach ja und nicht zu vergessen dem bis zu 16spurigen highway...unser einer würde es Strand nennen :D die spinnen die Aussies ;)
Es war ein unglaublich genialer und holpriger Tag :) Merry Christmas :)

Unser Tip an alle von euch, die mal einen Trip nach Fraser Island planen...macht keine self-drive Safari. Seht zu, dass ihr wenigstens am Anfang nen Guide dabei habt, der euch zeigen kann wie man auf diesen Pisten fährt. 2009 sind drei Touristen bei solchen self-drive Safaris verunglückt. Einer davon eine Woche bevor wir da waren...und zumindest Heiko und ich sind uns einig: wieso hätten wir uns das fahren uns ausbuddeln des Autos selbst antun können, wenn mans für den gleichen Preis auch mit Fahrer und ohne Stress bekommt?!

Zurück im Hostel angekommen habe ich dann mein ganz persönliches kleines Weihnachtswunder erlebt (kurze Anmerkung der redaktion: nur zur Erinnerung, ich bin Biologin und liebe Fledermäuse ;) ) um kurz vor 19Uhr pilgerte plötzlich das ganze Hostel nach draußen auf die Straße...Beim Blick aus dem Fenster wusste ich warum. Tausende von Flughungen machten sich auf den Weg zu ihren abendlichen Futterplätzen. Der komplette Himmel war voll(!) von Flughunden! (Das ist in Hervey Bay übrigens ein tägliches spektakel und man kann nach den Tierchen regelrecht die Uhr stellen!)
Ich brauche wahrscheinlich nicht zu erwähnen, dass Heiko nicht umhin kam mit mir nochmal auf die Suche nach dem Park zu gehen, wo die Tiere tagsüber zu finden sind...und als ich diesen kleinen Kerl hier gesehen habe konnte ich einfach nicht anders ;)
Bleibt noch zu erwähnen, dass wir den restlichen Heilig Abend mit zwei guten Flaschen australischem Wein beim Sterne gucken am STRAND verbracht haben :)Außerdem haben wir, familienverbunden wie wir nun mal sind, uns um 4Uhr morgens den Wecker gestellt um die Verwandtschaft beim järhlichen Weihnachts-Sekt bei der Oma anzurufen und allen Frohe Weihnachten zu wünschen :)

Die nächsten zwei Tage haben wir einfach nur Urlaub gemacht, waren am Strand, Souvenirs kaufen und haben die Postkarten geschrieben, die viele von euch hoffentlich erhalten haben :)

Nach einer erneuten spontanen Planänderung haben wir uns dann am 27.Dez nach Brisbane aufgemacht. Natürlich sind wir den Steve Irwin drive gefahren und haben uns auch die Glass-house-mountains angeschaut. Die wurden von James Cook so benannt, da er fand sie sähen aus wie Glashütten in England.

In Brisbane angekommen habe wir im YHA (Jugendherberge) eingecheckt. Das lustige war das Mädel an der Rezeption. Wir mussten ein Formular ausfüllen, mit unseren Daten, u.a. wo wir herkommen. Bevor sie das allerdings gelesen hatte, hatte sie meine Kreditkarte in der Hand und fragt mich ganz erstaunt wo die denn herkommt. Meine Antwort: aus Deutschland. Ihre Antwort: ohh, also bist du aus Deutschland?! cool, wär mir nicht direkt aufgefallen, du hast kaum einen Akzent. Meine Antwort darauf: danke schön. Du kommst aus Neuseeland, oder?! Woher ich das wusste!? sie hatte vorher nach einem Stift gefragt und es nicht als pen, sondern als pin ausgesprochen..typisch Kiwi-Akzent :D

Der 28.Dez stand dann ganz im Namen der Familie Irwin. Für alle, die mit dem Namen nichts anzufangen wissen: Steve Irwin ist als Crocodile Hunter bekannt geworden und 2006 bei Dreharbeiten bei Port Douglas von einem Stachelrochen in die Brust gestochen worden und ums Leben gekommen. Eine gute Stunde Zugfahrt von Brisbane entfernt liegt der Australia Zoo. Ursprünglich ein Reptilienpark, heute eine Merchandising Maschine für den Namen Irwin...Tja, leider waren sowohl Heiko als auch ich von diesem Trip mehr als enttäuscht. Es wird zwar überall Werbung gemacht, dass sie sich für den Naturschutz und bedrohte Arten einsetzen, aber der ganze Zoo an sich ist einfach nicht schön. Die Gehege sind winzig und das einzige wirklich große im ganzen Zoo ist das Crocoseum, in dem die Wildlifeshows vorgeführt werden. Wir kamen in den Genuss einer Reptilienshow, einer Vogelshow und einem Affenzirkus mit dem Namen "Bindi und die Jungle girls" (Bindi ist die 10jährige Tochter der Familie, die gerade auf dem Tv-Sender Animal Planet mit "wunderschönen" Kinderliedern "Karriere" macht und wir durften uns das komplette Programm anhören)...das einzig coole an dem Tag war der eine Sprung des Krokodils bei der Fütterung, unsere Regencapes und der Kinderwagenparkplatz vorm Crocoseum :D (Sorry Bene, ich hoffe ich habe Dich gerade nicht zu sehr enttäuscht..musst wohl doch mal hinfliegen und dir dein eigenes Bild davon machen ;) )

Am 29.Dez haben wir uns dann Brisbane noch ein wenig angeschaut.
Inkl einem Besuch im Planetarium, damit wir auch mal den südlichen Sternenhimmel kennen lernen ;)
Und am 30Dez. ging dann der Flieger zurück nach Sydney, da wir hier dann Silvester gefeiert haben..Dazu dann mehr im nächsten post :)

Auch hier kann ich nur wieder sagen wir hatten einen genialen Trip mit sehr vielen lustigen Momenten. Zum Beispiel bei der Fahrt durch Bundaberg (der Ort, wo der Rum hergestellt wird), als wir plötzlich einen Radiosender gefunden hatten, der deutsche Volksmusik spielt, gefolgt von so geschmackvollen Liedern wie dem Fastnachtskracher "das rote Pferd" (vielen von uns auch bekannt aus dem Kindergarten!)

Ja, allgemein hat es die Stimmung extrem erheitert, wenn man bei 33°C durch den Regenwald fährt und "I'm dreaming of a white christmas" aus dem Radio trällern hört :D

Alles in allem, es war ein super Trip, wir hatten beide super viel Spaß und haben Dinge erlebt, die wir garantiert nie vergessen werden!

Throw another shrimp on the barbie!
Nächstes Jahr dann Neuseeland ;) (hoffentlich inkl Dir, André ;)

Eure Jule